Ob das R für "Rente" steht? Claudia Gierhan (li.) und Dagmar Moll
Jeder Bürger und jede Bürgerin kannte sie. Egal ob man den Führerschein verlängern wollte, einen Reisepass brauchte oder Briefwahl beantragen wollte: An Claudia Gierhan und Dagmar Moll kam man nicht vorbei.
Doch jetzt heißt es umgewöhnen. Claudia Gierhan ist im Januar in Rente gegangen, Dagmar Moll folgt ihr im Juni. Seit 2004 haben die beiden zusammengearbeitet, immer gut gelaunt, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen.
Claudia Gierhan, gebürtige Leipzigerin, hat schon zu DDR-Zeiten im Meldewesen gearbeitet und seit 1991 für die Stadt Wittenburg im Einwohnermeldeamt gesessen. Für sie war die Arbeit immer das Wichtigste – und das Wissen, dass sie sich auf ihre Kollegin stets zu 100 % verlassen konnte. Konkrete Pläne für den Ruhestand hat sie noch nicht. Viel Sport soll auf jeden Fall dazugehören, hin und wieder ein verlängertes Wochenende oder eine Reise zur Mutter nach Leipzig. Und eins steht fest: „Der Wecker bleibt aber so was von aus!“
Dagmar Moll hat noch vier Monate, ehe es für sie in den Ruhestand geht. Sie fing 1993 beim damaligen Amt Wittenburg-Land an und wurde mit der Zusammenlegung 2004 automatisch Angestellte der Stadt. In den 33 Jahren hat sich viel geändert. Musste früher jeder Antrag einzeln mit Schreibmaschine geschrieben werden, hat heute nicht nur der Computer und das Internet Einzug gehalten – inzwischen machen die Kolleginnen im Einwohnermeldeamt sogar die Passfotos selbst. Wenn es im Juni für sie so weit ist, will sie mit ihrem Mann vor allem reisen, ans Meer oder in die Berge. Oder auch mal eine Radtour mit den Enkeln machen.
Sorgen um die Zukunft des Kooperativen Bürgerbüros machen beide sich nicht. Die erste Nachfolgerin Anika Beckmann, ist bereits bestens eingearbeitet und „kriegt das bestimmt gebacken!“ Sie und ihre künftige Kollegin stellen wir Ihnen im Sommer vor, wenn beide sich eingearbeitet haben.