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Züssower Amtsblatt
Ausgabe 1/2026
Kirchennachrichten
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Nachrichten der Kirchengemeinden Groß Bünzow-Schlatkow-Ziethen

Ein neues Jahr – und wird nun alles besser?

Das Jahr 2026 ist erst wenige Tage alt. Da sind wir noch eingestimmt auf neue Möglichkeiten, neue Perspektiven, neue Pläne und Vorhaben. Da haben wir noch größere Hoffnung auf Veränderungen und vor allem auf Verbesserungen als zu jeder anderen Zeit im Kalenderjahr! – Anfang Januar, ja, da schauen wir meist mit großem Optimismus auf unsere persönlichen und die globalen Baustellen!

Doch noch herrschen weiterhin Kriege und militärische Auseinandersetzungen vor, die deutlich über „dem Durchschnitt“ anzusiedeln sind, die deutlich bedrohlicher daherkommen, als es uns lieb sein kann. Die selbst uns, die nur indirekt betroffen sind, dennoch auf Dauer regelrecht mürbe zu machen scheinen… Noch ist unser Leben ganz klar geprägt von diesen Kriegen und deren Auswirkungen auch wirtschaftlicher Art. Und von Ängsten davor, dass etwa der Russland-Ukraine-Krieg noch ganz andere Dimensionen und Landesgrenzen erreichen oder gar überschreiten könnte…

Manchmal verzweifeln wir glatt an der Halsstarrigkeit und Sturheit der Menschen – bei Kindern nennen wir das schlicht: Bockigkeit – die einfach nicht dazu lernen wollen… Und mit dem Kopf durch die Wand. Und das eventuell sogar mit der Waffe in der Hand. Und die tatsächlich denken, dass Krieg eine gute Lösung für Konflikte und Probleme sein könnte. Und die scheinbar gänzlich vergessen, wie sich Menschen fühlen müssen, deren Angehörige durch diesen Krieg ums Leben kommen und die als von Kriegshandlungen direkt Betroffene möglicherweise körperliche Schäden davontragen, die auch durch die perfektesten Prothesen der Neuzeit nicht kompensiert werden können. Und seelische Schäden, die nie wieder weggehen werden… Trostlos? Schon…

Doch was mir Hoffnung macht und uns allen Hoffnung machen sollte ist, dass es ebenso zahlreiche Menschen gibt, die das Herz am rechten Fleck haben, die sich in ihrem Arbeitsplatz anstrengen und engagieren. Und mit viel Herzlichkeit und Sachverstand all das umsetzen, das unsere Welt stabiler, freundlicher und lebenswerter bleiben oder erst werden läßt!

Ob es mobile Altenpflegekräfte, die mit hoher Kompetenz und ganz viel Liebe, zu unseren Senioren fahren und diese dabei unterstützen, dass sie so lange es nur geht in ihren eigenen Wänden leben können. Oder die in Tagespflegestätten arbeitenden Spezialkräfte, die dafür sorgen, dass auch die Tage unserer zu betreuenden Senioren mit zu deren Interessen passenden inhaltsreichen Aktivitäten gefüllt werden.

Ob es Notärzte und Rettungssanitäter sind, die Unfallopfer retten, Polizisten, die die Unfallstellen absichern und Chirurginnen, die die Verunfallten wieder zusammenflicken. Ob es ehrenamtliche Aktive der hiesigen Freiwilligen Feuerwehren sind, die unser aller Leben in unseren Dörfern absichern, indem sie Brände löschen oder Keller leer pumpen.

Doch nicht nur diese offensichtlichen und direkten „Helfertätigkeiten“ für unsere Gesundheit und Sicherheit sind bedeut-sam! Jede Verkäuferin, die ihre Tätigkeit mit Einsatzfreude, Gründlichkeit und Fachkompetenz ausübt, macht unser Leben leichter und besser. Jeder Handwerker, der Dinge wieder ins Lot bringt, die uns vorher Probleme bereitet haben, trägt intensiv dazu bei, dass unsere Welt besser funktioniert und wir fröhlicher in unseren Tag hineingehen können.

Da, wo Verlässlichkeit noch zählt, wo ein Versprechen eingehalten wird, wo solide gearbeitet wird und sachgerechte Rechnungen erstellt werden. Da, wo Ehrlichkeit noch ein bewußt und absichtlich eingehaltener Wert ist – Stichwort: Berufsehre. – Da, wo Respekt gewährt und Mitmenschlichkeit angestrebt werden, da, wo Menschen guten Gewissens einander in die Augen schauen können, da wird m. E. das Gleichgewicht in unserer Welt gehalten. – Natürlich mit allen realistisch vorzunehmenden Abstrichen – denn wir Menschen sind ja nun einmal ausgesprochen selten ‚Heilige’! – So entsteht tief gründende, tief wurzelnde Hoffnung auf Besserung!

Sodass wir über all die oben genannten Größen nicht stolpern und verzweifeln müssen, sondern Vertrauen und Zuversicht aufbauen und stärken. – Wenn jede und jeder an seinem Platz sein bzw. ihr Bestes gibt. Dann besteht ganz viel Hoffnung auf Zukunft und auch ganz viel Hoffnung auf zukünftigen Frieden!, meint ganz klar und fest davon überzeugt

Ihr und Euer Pastor Andreas Pense-Himstedt

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