Nach einer kurzen Schulbesichtigung wurden die Gespräche bei Kaffee und Kuchen im neuen Schülercafé im kleineren Kreis fortgesetzt.
Im Schifferkrug klang der Tag dann bei einem leckeren Essen und Country-Musik in gemütlicher Runde aus.
Arthur Strohmeier besuchte am 11. Juni zusammen mit seinem Sohn Michael und Enkel Ryan die Regionale Schule „Windland“ in Altenkirchen. In der achten Klasse berichtete er, wie sein Vater, Albert Strohmeier, im Jahr 1904 im Alter von 14 Jahren in Hamburg auf der „Passat“ als Kabinenjunge anheuerte und später nach Amerika auswanderte. In New York kam dann Arthur auf die Welt. Nach verschiedenen Stationen ließ er sich schließlich in Anaheim bei Los Angeles, Kalifornien, nieder und arbeitete dort als Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik.
In seiner Freizeit beschäftigte sich Arthur Strohmeier schon immer mit seinen deutschen Wurzeln auf Wittow und nahm Deutschstunden im Phoenix-Club in Anaheim. Fasziniert von den in Briefform verfassten Reiseberichten Johann Jacob Grümbkes in dem Buch „Streifzüge durch das Rügenland“ aus dem Jahr 1803 machte er es sich zur Aufgabe, dieses Werk ins Englische zu übersetzen. Er wählte dieses alte Buch aus, weil seine Vorfahren zu jener Zeit noch auf Wittow, in Altenkirchen und Umgebung, lebten. Wer das Buch kennt, wird sich vorstellen können, welch großer Herausforderung er sich damit stellte.
Rund um Altenkirchen finden sich heute noch Spuren seiner Vorfahren, beispielsweise Namen auf dem Kriegerdenkmal in Wiek. Frau Gisela Thomas vom Verein Krea Nostal und dem Landmuseum Mattchow, die das Treffen organisierte, hatte bereits Nachforschungen zur Familiengeschichte in den alten Kirchenbüchern angestellt. Mittels DNA-Tests hatte sie herausgefunden, dass sie und Herr Strohmeier gemeinsame Vorfahren haben.
Die Englisch-Lehrerinnen der Regionalen Schule „Windland“ in Altenkirchen ermöglichten auf Bitten Herrn Strohmeiers das Treffen mit der achten Klasse in der Schule. Da die Klasse im Englisch-Unterricht zuvor gerade das Thema Auswanderung in die USA behandelt hatte, waren sie gut vorbereitet und stellten den Gästen wissbegierig ihre Fragen.