Andächtig verfolgen die Anwesenden den Worten von Pastor Christian Ohm.
Der zur Ehrung und Anteilnahme hinterlegte Kranz der Gemeinde Dranske.
Alljährlich wird am 2. Sonntag vor dem 1. Advent der Volkstrauertag begangen. Anfangs vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken der Kriegstoten des 1. Weltkrieges am 05. März 1922 initiiert soll der Gedenktag heute zu Versöhnung, Verständigung und Frieden mahnen und auch an die Opfer anderer Kriege und Verfolgung weltweit erinnern.
Aus diesem Anlass luden die evangelische Kirchengemeinde Nord – Rügen und die Gemeinde Dranske unterstützt durch den Verein Deutsche Kriegsgräberführsorge zu einem Gottesdienst zur Kriegsgräberstätte auf der Halbinsel Bug ein. An den beiden Gedenksteinen, die an 78 namentlich erwähnten Flüchtlinge erinnern, die im Winter 1945/46 an den Folgen von Krieg, Flucht, Hunger, Entkräftung und Typus starben, fanden sich 40 trauernde Gäste ein, um diesen Tag gemeinsam zu begehen. Umrahmt von einer Bläsergruppe ging Pastor Christian Ohm aus Altenkirchen in seiner Predigt auf die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte, die beiden Weltkriege, die Nazidiktatur, aber auch auf die Konflikte, Gewaltausbrüche und Kriege der Gegenwart ein. Frieden ist das Gebot der Stunde. Dieser Wunsch war wesentlicher Inhalt der Predigt und dem gemeinsamen Gebet. In einer Schweigeminute gedachten alle Anwesenden der gefallenen Soldaten und getöteten Zivilisten und bekundeten ihre Anteilnahme mit der Hinterlegung eines Steines an der Kriegsgräberstätte. Als Zeichen der Anteilnahme, Erinnerung und Ehrung legten Vertreter der Gemeinde Dranske einen Kranz nieder. Zum Abschluss der Gedenkfeier kam es bei einem von Familie Spreer angerichteten Buffet mit Kaffee, Glühwein, Kuchen und Fischschnittchen zu angeregten Gesprächen.