Ein beliebter Fotopoint – der neue Leuchtturm auf dem Kap Arkona
Die Väter des neuen Leuchtturmes – Bernd Müller, Andreas Heinemann und Martin Bögelsack (v.l.n.r.)
Der 11. Oktober 2025 war ein besonderer Festtag auf dem Kap Arkona. Zum Einen feierte die „Freiwillige Feuerwehr Putgarten“ ihren 90. Geburtstag. Zu diesem Anlass füllte sich die Freifläche vor den beiden Leuchttürmen mit Feuerwehren des gesamten Amtsbereiches Nor-Rügen, die zum gratulieren anreisten. Zum Anderen fand an diesem Tag die offizielle Einweihung des neuen Leuchtturms statt, der lange Zeit den Schiffen in der Wesermündung als Leuchtturm „Langlüthen-Nordsteert“ den Weg wies, aber in der letzten Zeit außer Betrieb war und abgebaut wurde. An der Stelle, wo er jetzt zu bestaunen ist stand von 2004 bis 2021 das Leuchtfeuer „Ranzow“, das jetzt als Leuchtfeuer im Hafen Lauterbach seine Dienste tut. Es entstand ein leerer Platz und den wieder zu füllen, war ein Anliegen des Geschäftsführers der Tourismusgesellschaft mbh Kap Arkona, Andreas Heinemann. Mit Martin Bögelsack und Bernd Müller, die bei der Gestaltung der Ausstellung „Seezeichen an den deutschen Küstengewässern“ die Hauptakteure waren, fand er die richtigen Ansprechpartner. Über die Seezeicheninteressengemeinschaft erfuhr Martin Bögelsack, dass der neue Turm kostenlos zu haben ist. Dann der Tiefschlag – beim Verladen des Turmes fiel er regelrecht auseinander. Was nun? Martin Bögelsack ließ seine Beziehungen spielen und fand mit der Firma Heckmann aus Eisenhüttenstadt einen Partner, der den Turm nach originalen Vorgaben wieder aufgebaut hat. Diese Vorhaben fand große Anerkennung, so dass die Arbeiten in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt wurden. Nur die Materialkosten wurden in Rechnung gestellt. Mit dem Aufsetzen der Wetterfahne fand die offizielle Inbetriebnahme des neuen Leuchtturmes statt. Jetzt strahlt er in alter Schönheit und ist ein beliebter Fotopoint bei den Touristen. Mit Stolz kann Andreas Heinemann auf eine Besonderheit verweisen. 4 Türme auf einen Fleck – das gibt es nirgends wo anders. Aber halt. Kap Arkona gehört zur Gemeinde Putgarten und die hat noch einen weiteren Turm zu bieten. Auf der Hinfahrt zum Kap sticht auf der linken Seite ein weiterer Turm ins Auge, den viele irrtümlich als Sternwarte definieren. Es ist aber ein Radarturm. Somit hat die kleine 300-Seelen-Gemeinde Putgarten also 5 Türme und das ist wirklich einmalig.