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Amtsbote Lützow-Lübstorf
Ausgabe 1/2026
Aus den Gemeinden
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Ein Winterabend in Renzow

Das Tannenbaumverbrennen in Renzow fand bei sternenklarer Nacht und nahezu vollkommener Windstille statt und brachte rund 100 Schildetaler, Freunde und Nachbarn zusammen. Mit dem frühen Abend sammelten sich die Menschen um das Feuer, als folgten sie einem vertrauten Rhythmus des Dorflebens, der Jahr für Jahr seinen Platz hat.

Wenn die Bäume erzählen könnten, was sie in den vergangenen Wochen erlebt haben – geschmückt mit Glaskugeln und Strohsternen, mit LED-Lichtern oder vielleicht noch mit echten Wachskerzen, manche auch mit einem Hauch von Lametta. Sie standen in warmen Stuben, begleiteten leise Gespräche, Kinderlachen und stille Abende. Sie waren Mittelpunkt und Hintergrund zugleich, Zeichen von Festlichkeit und gelebter Tradition.

Nun fanden sie sich ein letztes Mal zusammen, vereint im Feuer, das sie wärmte und verwandelte. Denn alles hat seine Zeit – das Leuchten, das Verweilen und auch das Loslassen.

Rund um das Feuer entwickelte sich eine ruhige, offene Atmosphäre. Kinder bewegten sich spielend im Licht der Flammen, Erwachsene verweilten, tauschten Worte, hörten zu. Das Feuer knisterte, Funken stiegen auf, während der nächste Baum dem Feuer übergeben wurde. Der frisch gefallene Schnee, lange vermisst, knirschte unter den Schritten und verlieh dem Abend eine stille Selbstverständlichkeit.

Warme Getränke sorgten für äußere Wärme, Gespräche für innere. Der Duft von Bratwurst lag in der Luft und verband sich mit dem Rauch des Feuers – vertraute Eindrücke, die den Platz zu einem Treffpunkt für Generationen machten. Jung und Alt standen beisammen, nicht aus Anlass, sondern aus Zugehörigkeit.

Die Freiwillige Feuerwehr Schildetal übernahm das Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume sowie den vollständigen Auf- und Abbau der Veranstaltung. Während des Abends stellte sie zudem die fachgerechte Betreuung und Überwachung des Feuers sicher und sorgte so für einen geordneten und sicheren Ablauf. Für die Versorgung der Anwesenden zeichnete sich der Feuerwehrförderverein verantwortlich und trug mit seinem Engagement wesentlich zum Gelingen des Abends bei.

Die amtierende Bürgermeisterin Dörte Rackwitz, der Bürgermeisterkandidat Meinhard Guhl sowie der Wehrführer Tino Hoffmann zeigten sich erfreut über die gute Beteiligung und das sichtbare Interesse der Bürgerinnen und Bürger an dieser gemeinschaftlichen Veranstaltung.

So wurde das Tannenbaumverbrennen mehr als ein fester Termin im Kalender. Es wurde zu einem Abend, an dem sich zeigte, was Gemeinschaft bedeutet: das ruhige Miteinander, das Gespräch, das Verweilen – und das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein.

Gemeinde Schildetal