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Amtsbote Lützow-Lübstorf
Ausgabe 5/2026
Aus den Gemeinden
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Schnelle Hilfe in der Gemeinde Brüsewitz

Neuer öffentlich zugänglicher AED verbessert die Notfallversorgung in Klein Amerika

In Klein Amerika gibt es ab sofort einen öffentlich zugänglichen AED (Automatisierten Externen Defibrillator). Hinter dem Projekt stehen Joana Zimmermann und Benjamin Milkereit, die seit Kurzem im Ortsteil wohnen und sich beruflich als Inhaber der ResTcue GbR mit der Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe sowie mit Notfalltrainings in Arztpraxen beschäftigen. Durch ihre Tätigkeit im Rettungsdienst erleben sie regelmäßig, wie wichtig schnelle Hilfe im Notfall sein kann. Bei ihrer Ankunft in Klein Amerika fiel ihnen auf, dass es in dem Ortsteil bislang keinen öffentlich zugänglichen AED gab. Da bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand jede Minute zählt und eine frühzeitige Defibrillation lebensrettend sein kann, entschlossen sie sich dazu, selbst aktiv zu werden. Im vergangenen Monat wurde daher ein öffentlich zugänglicher AED angeschafft und auf dem Grundstück im Draguner Weg 21a installiert. Das Gerät befindet sich in einem wettergeschützten Außenschrank und steht rund um die Uhr für Notfälle zur Verfügung. Die Wartung und Instandhaltung übernehmen Joana Zimmermann und Benjamin Milkereit dauerhaft selbst. Ein AED ist ein tragbares medizinisches Gerät, das bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand die Reanimation unterstützen kann. Moderne Geräte analysieren den Herzrhythmus eigenständig, geben klare Sprachanweisungen und leiten Ersthelfende Schritt für Schritt durch die notwendigen Maßnahmen. Ein Schock wird ausschließlich dann freigegeben, wenn dieser medizinisch erforderlich ist. Dadurch können auch Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse schnell und sicher helfen. Wichtig war den beiden, die Sicherheit im Ortsteil nachhaltig zu verbessern. Gerade in ländlichen Regionen können die ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidend sein. Mit dem neuen AED soll dazu beigetragen werden, dass im Ernstfall wichtige Hilfe direkt vor Ort verfügbar ist. Besonders groß ist die Freude über die positive Resonanz und die Unterstützung, die während der Umsetzung des Projekts erfahren wurde. Sie zeigt, wie wichtig vielen Menschen in der Gemeinde das Thema Notfallvorsorge ist. Darüber hinaus sind bereits zwei weitere Anschaffungen geplant, die mithilfe von Fördermitteln realisiert werden sollen. Ziel ist es, die medizinische Notfallversorgung in der Gemeinde Brüsewitz weiter zu verbessern und zusätzliche Hilfsmittel für den Ernstfall bereitzustellen. Die Projekte befinden sich derzeit in der Planung und sollen die bestehende Infrastruktur zur Notfallvorsorge sinnvoll ergänzen. Ein weiterer AED befindet sich auf dem Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Brüsewitz. Mit den neu installierten Geräten wird die Verfügbarkeit lebensrettender Technik innerhalb der Gemeinde nochmals verbessert.

Text/Foto: Joana Zimmermann und Benjamin Milkereit