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Grabower Amtsanzeiger
Ausgabe 2/2024
Nichtamtlicher Teil
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Shorttalk mit der Bürgermeisterin

Dennis Iffländer | Schulleiter der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“

Heute sitzen wir schon vor dem Klingeln am Tisch und ich freu mich auf unseren Shorttalk. Bekannt geworden sind Sie in hier schnell. Können Sie sich daran erinnern, wie Ihr erster Eindruck von Grabow war?

Da ich in Wittenberge geboren bin, kenne ich Grabow schon mein gesamtes Leben. Aber damals eher als Durchfahrtsort. In der Innenstadt war ich in meinen jungen Jahren eher selten. In voller Gänze habe ich Grabow dann auf dem Weg zu meinem Vorstellungsgespräch wahrgenommen.

Wie verlief der Weg des „Iffmasters“ vor der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“?

(lacht) Ja das stimmt, angetan hat es mir die Schule vom ersten Augenblick. Ich habe in Rostock studiert und war danach an einer Berufsschule und Grundschule tätig. Die Grundschule war mir persönlich nichts und so habe ich nach meinen Fächern Geografie und Geschichte Ausschau gehalten und wurde in Grabow fündig.

In die Backsteinfassade Ihrer Schule verliebten Sie sich auf den ersten Blick. Die Optik ist nicht alles, das ist sicher. Auch die inneren Werte zählen und da ist das Feedback durch die Reihen positiv. Könnte ein Grund dafür Ihre etwas unkonventionelleren Unterrichtsmethoden sein. Wer ist da Ihr Vorbild?

Mein ehemaliger Bio-Lehrer war total cool und lässig. Das hat mir schon als Schüler gezeigt, dass sehr guter Unterricht auch ohne starre Grenzen, aber mit klaren Strukturen möglich sein kann. Ich möchte mit den Schülern ehrlich sein, sie mitziehen und auch für die nicht so spannenden Themen begeistern. Im Unterricht arbeite ich bei Kontrollen oder Preisen oft mit dem Losprinzip. So wurden schon in der Antike Dinge bestimmt. Dieses Zufallsprinzip macht es für alle gleich fair. Die Anzahl der Noten bleibt natürlich für alle Schüler gleich.

Eine spannende Neuerung ist das durch Sie eingeführte Punktesystem. Damit arbeiten Sie bereits einige Zeit und es hat sich auch bewährt. Erklären Sie uns doch noch einmal kurz, was darunter genau zu verstehen ist.

In der Evaluation des Bildungsministeriums aus dem Mai vergangenen Jahres ist aufgefallen, dass Disziplin und Konsequenz an unserer Schule noch ausbaufähig ist. Nach dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann“, habe ich mein, schon länger durchdachtes Punktekonto, aktiviert und eingeführt. Ganz kurz gesagt, kann man sich das vorstellen wie die Punkte in Flensburg. Fehlverhalten wird nach Art und Schwere unterschiedlich gewichtet beziehungsweise bepunktet. Wer seinen 7. Punkt erreicht hat, wird drei Tage vom Unterricht suspendiert. Wer danach weiterhin auffällig ist, kommt in die zweite Runde: „MPU“. In dieser Phase legen wir den Schülern nahe, die Punkte abzubauen. Dies können sie durch Unterstützung unseres Hausmeisters. Wir zwingen niemanden dazu, durch Arbeit Punkte abzubauen. Sollte sich jedoch ein Punktekonto eines Schülers mehrfach füllen, haben wir die Möglichkeit weitere Schritte einzuleiten. Aber das ist nicht unser Ziel. Unsere Elternbriefe bleiben für die Transparenz selbstverständlich bestehen, die Zusammenarbeit mit den Eltern und Kindern funktioniert dahingehend wirklich super.

Das Schulleiter-Dasein ist im Vergleich zum Lehrerberuf ja noch eine kleine Steigerung. Haben Sie sich Ziele gesetzt für die Zukunft?

Also ich habe bereits im vergangenen Schuljahr reichlich Ideen gesammelt, strukturiert und auf das Jahr verteilt. Mir ist es sehr wichtig, dass wir wieder ein lebendiges Schulleben hineinbekommen. Gerade durch Corona ist vieles eingeschlafen. Zukünftig planen wir definitv wieder den Schulfasching, ein Bewegungsfest, Berufsorientierungen und Betriebs-Castings in lokalen Unternehmen. Weiterhin haben wir an einem neuen Schullogo gebastelt und ein endgültiges auch schon festlegen können. Und wenn wir schon einmal das Logo haben, dann möchten wir das verbreiten.

Das habe ich schon gesehen. Es gibt sogar Hoodies mit dem Logo aufgedruckt. Das ist doch schon einmal ein toller Start der Spuren hinterlässt. Schick sind sie auf jeden Fall.

Ja, ein Musthave für jeden (lacht). Zukünftig möchte ich für die Schule Smartboardnutzung effektiv umsetzen. Gerne möchte ich den Anti-Rassismus-Gedanken so in den Schulalltag integrieren, dass er sich wie ein roter Faden von der 5. bis zur 10. Klasse durchzieht. Weiterhin stellt die gesunde Ernährung einen wichtigen Grundbaustein unserer Arbeit dar. Wir versorgen die Kinder auch in unserem Haus und das sollte mit guten Lebensmitteln passieren. Ziele, Visionen und Wünsche sind bei mir jedenfalls keine Mangelware. (lacht)

Wie bewältigt man diese Mammutaufgabe?

15:00 Uhr mache ich täglich Kurzurlaub, dann schaue ich Dinge, die von der Schule weiter weg sind. Nordmagazin, Mare TV oder streame etwas Karibisches. (lacht) Und danach geht es weiter. Unangenehme Aufgaben mache ich, wenn möglich, am Nachmittag.

Und am Vormittag sieht man Sie im Klassenraum?

Tatsächlich unterrichte ich sehr gerne. In der Woche unterrichte ich noch 13 Stunden neben der Schulleitertätigkeit. Für mich ist der Unterricht eine Auszeit zur Büroarbeit.

Diese Passion ist Ihnen wahrlich ins Gesicht geschrieben. Wir freuen uns sehr, dass wir Sie als Lehrkraft sowie Schulleiter für unsere Schule gewinnen konnten.

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