Die Baumaßnahme am Tannenweg ist durch eine Vielzahl äußerer Faktoren beeinflusst worden.
Der Auftrag für Planung, Ausschreibung und Baudurchführung wurde am 04.04.2025 an das Ingenieurbüro übergeben – verbunden mit der Bitte, die Ausschreibungsunterlagen möglichst noch vor den Sommerferien zu erstellen, um eine Beauftragung eines Bauunternehmens unmittelbar danach zu ermöglichen.
Zur Nutzung von Synergieeffekten und zur Reduzierung der Gesamtkosten sollte die Maßnahme gemeinsam mit Arbeiten in der Lübecker Straße umgesetzt werden. Die dortige Neuverlegung der Trinkwasserleitung durch den Zweckverband verzögerte sich jedoch bis zum 19.09.2025. Erst im Anschluss konnten die Ausschreibungsunterlagen final erstellt werden.
Aufgrund der Dringlichkeit wurde mit dem Vergabeverfahren bereits am 10.09.2025 – noch vor der endgültigen Abnahme der Trinkwasserleitung – begonnen, so dass mit Abschluss des Vergabeverfahrens und der Rückmeldung des beauftragten Unternehmens am 05.11.2025 sämtliche Voraussetzungen für den Baubeginn vorlagen.
Bereits am 06.11.2025 fand eine Bauanlaufbesprechung statt, in deren Rahmen eine Anliegerinformation erarbeitet wurde. Diese ging am 11.11.2025 bei der Verwaltung ein, wurde umgehend freigegeben und am 13.11.2025 durch das Bauunternehmen verteilt.
Aufgrund der einsetzenden Witterung mit Temperaturen unter 5 °C musste von dem ursprünglich vorgesehenen sechswöchigen Vorlauf der Anliegerinformation abgewichen werden, um die Asphaltarbeiten noch vor Beginn der Frostperiode und der saisonalen Schließung der Mischwerke durchführen zu können.
Im Bauverlauf wurden zusätzliche Arbeiten erforderlich, die eine längere Sperrung nach sich zogen. Hierzu zählten unter anderem die partielle Verstärkung der Asphaltunterlage, die teilweise Erneuerung von Borden, Schächten und Abläufen, notwendige Verkehrseinschränkungen im Bereich der B104 zur Baustellenlogistik, Nacharbeiten an technischen Einbauten, die Sanierung einer Kontaktschleife, Markierungsarbeiten sowie Anpassungen im Ablauf der Fräsarbeiten.
Aus wirtschaftlichen Gründen sowie vor dem Hintergrund dieser zusätzlichen Maßnahmen wurde auf einen Wochenend-Einbau – der mit erheblichen Mehrkosten verbunden gewesen wäre – verzichtet.
Die Asphaltierungsarbeiten waren ursprünglich für den 26. und 27.11. geplant, mussten jedoch witterungsbedingt um einen Tag verschoben werden.
Ein größerer zeitlicher Vorlauf für die Anliegerinformation sowie eine kürzere Gesamtbauzeit am Tannenweg wären ausschließlich ohne die parallele Durchführung der Maßnahme in der Lübecker Straße möglich gewesen. Dies hätte jedoch erhebliche Kostensteigerungen sowie eine deutlich längere Sperrung der Lübecker Straße – insbesondere für den Bus- und Durchgangsverkehr voraussichtlich bis April 2026 – zur Folge gehabt.
Die getroffenen Entscheidungen erfolgten unter sorgfältiger Abwägung von Wirtschaftlichkeit, Verkehrsbelastung und baulicher Notwendigkeit.