Bundesweit beteiligten sich am 22.06.2026 Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen.
Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.
Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend.
Eine Hauptursache sind steigende Sozialausgaben, die die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen, und bei denen in der Vergangenheit der Umfang und die Standards immer weiter erhöht wurden.
Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanzkrise direkt spürbar. Und sie betrifft viele kommunale Aufgaben, wie z. B. die Instandhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen, von Schulen, der Bibliothek Dömitz, des Waldbades Alt Jabel, Kultur- und Sportangebote, der Feuerwehr und die vielen sozialen Angebote im Kinder- und Jugendbereich.
Burkhard Thees: „Ich bin seit 32 Jahren Kommunalpolitiker und Bürgermeister von Neu Kaliß. Einen derart schwierigen Haushalt habe ich noch nie erlebt. Die Defizite steigen Jahr für Jahr und die Zukunft der kommunalen Familie stimmt mich sehr traurig.“
Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:
Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.