Die Belastung der deutschen Kommunen durch Investitionskredite und den massiven Sanierungsstau hat im Jahr 2026 einen historischen Höchststand erreicht. Laut aktuellen Daten des KfW-Kommunalpanels ist der ungedeckte Investitionsrückstand auf die Rekordsumme von rund 231 Milliarden Euro angewachsen. Aufgrund drastisch einbrechender Eigenmittel und steigender Pflichtausgaben sind Städte und Gemeinden gezwungen, notwendige Infrastrukturprojekte zunehmend über Kredite zu finanzieren oder komplett aufzuschieben. Die kommunale Kernverschuldung liegt bundesweit bereits deutlich über 170 Milliarden Euro. Etwa 95 Prozent der deutschen Kommunen prognostizieren für das laufende Jahr rote Zahlen und können keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen.