Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Passee,
nach fast 33 Dienstjahren, werde ich nach den Kommunalwahlen im Juni, das Ehrenamt des Bürgermeisters an meinen Nachfolger übergeben. Nach 33 Jahren wird es Zeit für mich zu gehen und Platz zu machen für eine frische Kraft und für neue Ideen. In der zu Ende gehenden Wahlperiode konnten wir mehrere wichtige Projekte erfolgreich abschließen. Unsere Bürger können sich freuen, über mehrere sanierte Straßenabschnitte, unsere Kinder über einen neuen Spielplatz. Passee hat eine neue Straßenbeleuchtung bekommen, in Alt Poorstorf und Tüzen wurde sie modernisiert.
Der größte Erfolg ist und bleibt der Wiederaufbau unserer Freiwilligen Feuerwehr. Nach dem wir viele Jahre uns vergeblich um Fördermittel für unsere Freiwillige Feuerwehr bemühten, klappte es endlich 2022 mit einer neuen Feuerwehr und 2023 mit einem neuen Feuerwehrgebäude, unterstützt mit Mitteln des Landes. Nach dem wir auch mehrere neue Kameraden bei der Feuerwehr als neue Mitglieder begrüßen konnten, haben wir wieder mehr Sicherheit für die Gesundheit und das Hab und Gut unserer Bürger.
Unser Dorfzentrum mit dem neuen Feuerwehrgebäude und den sanierten Anlagen macht einen sehr guten Eindruck und findet viel Anklang bei unseren Bürgern. Schon mehrere kulturelle Veranstaltungen konnten wir, auf dem neugestalteten Gelände durchführen. Unser kulturelles Leben erwacht langsam wieder.
Diesen Erfolg haben unsere Bürger einer Gemeindevertretung zu verdanken, die seit ihrer Wahl 2019 immer kritisch, aber konstruktiv zusammengearbeitet hat. Mit Silke Boeck, Thomas Dau, Karl Heinz Urban, Gundula Stoffel, Grit Westendorf und Stefan Grzesik hatte ich eine Gemeindevertretung hinter mir, die den Willen hat mehrere Bauprojekte zu planen, zu befürworten und zu begleiten. Die mehr als einmal den Mut hatte zu mir zu stehen, wenn wir Entscheidungen treffen mussten, die schwere Auseinandersetzungen mit Verwaltung und vor Gerichten, zur Folge hatten. Solche Verfahren hält man nur durch wenn man eine Gemeindevertretung geschlossen hinter sich weiß. Der Erfolg in allen Verfahren hat unseren, nicht immer einfachen Weg, recht gegeben. Ich kann den Bürgern unserer Gemeinde, auch in Zukunft nur eine Gemeindevertretung wünschen, die weiter so kritisch ist aber zusammenhält. Denn auch weiterhin werden wichtige Entscheidungen auf der Tagesordnung der neuen Gemeindevertretung stehen. Für den Naturnahen Erlebnispark, für eine neue Nutzung des ehemaligen LPG-Stützpunktes in Passee, für die Straße zwischen Passee und Tüzen oder für Löschwasserzisternen in unseren Ortsteilen.
Ein Thema, von dem unsere Bürger nicht so viel mitbekommen, ist unsere Arbeit mit dem Haushaltsplan. Wie viele andere Gemeinden hatten wir Jahre lang Probleme mit den Jahresabschlüssen und damit auch der Genehmigung unseres Finanzhaushaltes. Immer wieder waren wir in der Nähe des Schlusslichtes in unserem Amt, heute sind wir vorne mit dabei. Das haben wir einem Rechnungsprüfungsausschuss zu verdanken, der konsequent an den Jahresabschlüssen gearbeitet hat. Ich weiß, wie schwierig und zeitraubend diese ehrenamtliche Arbeit ist, deshalb noch einmal ein großes Dankeschön an Stefan Grzesik, für die tolle Arbeit als Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses.
In den letzten Jahren hat auch wieder das ehrenamtliche Engagement zugenommen. Nicht nur bei der Feuerwehr, auch Jagdgesellschaft und Kirchenverein sind dabei, wenn es in unserer Gemeinde um Arbeitseinsätze und kulturelle Veranstaltungen geht. So wie auch viele Bürger, die sich nicht nur für eine bestimmte Sache engagieren wollen.
Nach vielen Jahren der ehrenamtlichen Arbeit geht auch Silke Boeck die 1. stellvertretende Bürgermeisterin. Sie war mir immer eine große Stütze und eine Gemeindevertreterin der klaren Worte. An dieser Stelle möchte ich Dir nochmal Danke sagen für die vielen Jahre einer sehr guten Zusammenarbeit und für dein Vertrauen, dass du mir geschenkt hast. Auch mein 2. stellvertretender Bürgermeister Thomas Dau tritt zu den Kommunalwahlen nicht mehr an. Damit ist für die neue Gemeindevertretung der Weg frei, sich ganz neu aufzustellen und neu zu orientieren.
Am 02.05.2024 war die Prämiere des Dokumentarfilms „Passee – eine ostdeutsche Dorfgeschichte“, über die Jahre nach der Wiedervereinigung und wie es unserer Gemeinde in dieser Zeit ergangen ist. Mehr als einmal waren wir in den Schlagzeilen der Medien. Es war aber immer der NDR, der sich um eine faire Berichterstattung bemühte und unsere Probleme öffentlich machte. Mehr als einmal stellten wir fest, mit unseren Problemen nicht allein zu sein. In vielen Gemeinden unseres Landes gab es ähnliche Probleme. Viele Jahre hat uns Michael Schmidt vom NDR begleitet, inzwischen ist er in seinen wohl verdienten Ruhestand gegangen und mir ein guter Freund geworden. Der Dokumentarfilm von Carolin Kock, Jette Studier und ihrem Filmteam ist sehr unterhaltsam und hat unserer Gemeinde Passee ein kleines Denkmal gesetzt in der Geschichte der Wiedervereinigung und der Jahre danach.
Wenn sie sich für den Film interessieren, finden Sie ihn in der Mediathek des NDR unter dem Namen „Passee – eine ostdeutsche Dorfgeschichte“.
Ich wünsche den Bürgern und Bürgerinnen der Gemeinde Passee und natürlich auch allen Lesern Gesundheit und Wohlergehen. Bleiben sie interessiert und gestalten sie mit.