Rechlin (at). Die Kooperation zwischen dem Seniorenzentrum Rechlin (Tagespflege) und dem Hort „Rechliner Schlawiner“ mit aktuell 65 Kindern trägt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. In den vier großen Hochbeeten im Außengelände des Kinderhortes und den zwei kleineren im Gebäude sowie im gemeinsamen Hochbeet im Garten des Seniorenzentrums wachsen längst nicht mehr nur Gemüse und Kräuter – hier wachsen Vertrauen, Herzlichkeit und echte Verbundenheit zwischen Jung und Alt.
Mit großer Neugier besuchen sich die Kinder und Senioren ein- bis zweimal im Monat, um gemeinsam zu pflanzen, zu gießen und zu lernen. Welche Pflanzen vertragen sich gut miteinander? Was sollte lieber nicht nebeneinander wachsen? Wann muss gegossen werden und welche Sorten gedeihen zu welcher Jahreszeit am besten? Geduldig und mit sichtbarer Freude beantworten die Seniorinnen und Senioren die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Lebenserfahrung trifft auf kindliche Neugier – und genau daraus entsteht etwas Besonderes. Projekte dieser Art werden in anderen Bundesländern bereits erfolgreich gelebt und finden nun auch in Rechlin großen Anklang. Diese generationsübergreifenden Treffen bringen Jung und Alt wieder näher zusammen und sorgen für gemeinsame Momente und schöne Erinnerungen.
Für manche Kinder sind die Treffen fast wie ein Besuch bei Oma und Opa geworden. Und auch umgekehrt spüren viele Tagesgäste, wie gut ihnen die gemeinsame Zeit tut. Nicht jeder hat eigene Enkelkinder – umso schöner ist es für sie, ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen an die interessierten Kinder weiterzugeben.
Die Kinder sind glücklich, das ist ein Geschenk!
Besonders berührt zeigt sich auch die 91-jährige Christel Werner, die die Entwicklung des Projektes aufmerksam begleitet. „Ich bin dankbar für alle Stufen des Lebens, die ich durchlaufen habe“, sagt sie mit einem Lächeln und freut sich darüber, die Entwicklung und das Interesse der Kinder hautnah miterleben zu dürfen. Ein bewegender Moment für alle Beteiligten war zudem das gemeinsame Singen aller Strophen der „Vogelhochzeit“ – ein Augenblick voller Freude, der Jung und Alt gleichermaßen berührte.
Große Freude an dem generationsübergreifenden Projekt zeigen auch Luisa, Vitus und Amelie, die mit großer Begeisterung dabei sind. Ermöglicht wurde das Herzensprojekt letztlich auch durch Spenden von E.DIS Netz GmbH, vertreten durch Maren Rohloff, Kommunalreferentin Kommunales Vertrags- und Beziehungsmanagement der E.DIS Netz GmbH.
Bürgermeister Wolf-Dieter Ringguth begrüßt die Entwicklung ausdrücklich: „Viele kleine Dinge können gemeinsam zu etwas Großem wachsen.“ Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wichtig Begegnungen zwischen den Generationen für das gesellschaftliche Miteinander sind.