Die Besucher beobachteten interessiert den Rakubrand
(-lke) Vor 120 Jahren wurde die historische Kacheltöpferei am Teschenberg gebaut. Ab 1905 wurden hier Ofenkacheln geformt und bis 1937 hier gebrannt. Später dienten die Räumlichkeiten als Lagerraum. Nach der Wende war es der Warener Keramikdesigner Franz Poppe, der sich für den Erhalt als Museum einsetzte. Seit über 20 Jahren ist dieses für Mecklenburg einmalige technische Denkmal erlebbar und erzählt von der Welt der Kachelöfen. Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026 startete die Kacheltöpferei wie jedes Jahr in die neue Museumssaison. Rund 120 Gäste hatten es sich nicht nehmen lassen, bei schönem Frühlingswetter mit den Museumsmitarbeitern und etlichen Ehrenamtlichen den Start der Sommersaison zu feiern. Es gab Führungen durch das Haus, an einem Bücherstand der Stadtbibliothek konnte gestöbert werden, ein weiterer Stand lockte mit Museumsbroschüren. Auch Töpferin Cornelia Poppe bot Verschiedenes aus ihrer Werkstatt an und zeigte zudem Töpferwaren in ihrer Entstehung an der Drehscheibe. Der bekannte Künstler Kjeld Heinze hatte seine Veduten - Malerei - Kunstwerke mitgebracht. Zur Stärkung gab es Kaffee und Kuchen, zubereitet und angeboten von den Warener Stadtführern und Stadtführerinnen, alles untermalt von Akkordeonklängen des elfjährigen Timm. Und natürlich durfte der traditionelle, spektakuläre Rakubrand (eine spezielle Keramikbrenntechnik aus Japan) ebenfalls nicht fehlen. Ein Vogel, Kugeln und Stiere wurden auf die Art und Weise gebrannt. Geöffnet ist die historische Kacheltöpferei in der Saison (19.05. bis 10.09.2026) dienstags und donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt.