Nossentin. Im Juli gibt es zwei Filme, die nur noch in Nossentin zu sehen sein werden. Vor allem ist dabei „Gervaise“ zu nennen, der zum 100. Geburtstag von Maria Schell am Donnerstag, dem 30.07.2026, um 20:00 Uhr, gezeigt wird. Das französische Filmdrama von 1956 nach dem Roman „Der Totschläger“ von Émile Zola gehört zu den besten Literaturverfilmungen. Maria Schell spielt darin die Wäscherin Gervaise, die sich mühsam durchs Leben plagt. Dennoch bringt sie es durch ihren Fleiß zu einem bescheidenen Wohlstand. Gervaise hat einen Traum, den sie verwirklichen möchte. Doch dann beginnt das Unglück...
Vorher, am Samstag, dem 18. Juli, 20:00 Uhr, zeigt die Kinokirche den Film „Morgen ist auch noch ein Tag“ von 2023. Erzählt wird die Geschichte von Delia im Rom des Jahres 1946. Sie muss Tag für Tag ihren tyrannischen Ehemann, die drei Kinder und den bettlägerigen Schwiegervater versorgen, verliert aber dennoch nicht ihren Lebensmut. Sie schlägt sich durchs Leben, bis ein mysteriöser Brief für sie eintrifft. Wird er ihr Leben verändern? Der Film erzählt es mit Leichtigkeit und Humor.
Am Donnerstag, dem 06.08.2026, 20:00 Uhr, gibt es den deutschen Film „Westwind“, dessen Geschichte Erinnerungen an Aufenthalte am Plattensee vor dem Mauerfall weckt. Zwei junge DDR-Sportlerinnen reisen an den Plattensee, um für Ruderwettkämpfe zu trainieren. Westdeutsche Touristen nehmen sie im Auto mit und möchten sich weiter mit ihnen verabreden. Obwohl verboten, treffen sich die Zwillinge Doreen und Isabel mit den jungen Männern aus der BRD. Doreen verliebt sich und will mit Arne in den Westen fliehen… Ob es ihr gelingt? Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit, die auf Erlebnisse der Produzentin Susann Schimk zurückgeht, die den Film der Kinokirche zur Verfügung stellte.
Wie es Tradition in der Kinokirche Nossentin ist, gibt es nach den Filmen zu Wein, Wasser und Gesprächen etwas zum Schnabulieren bei freiem Eintritt und Bewirtung. Spenden sind erbeten.