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Müritz Tipp
Ausgabe 2/2026
Regionales/Aktuelles
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Von allem zu viel?

Eisige Stille – eine Einladung, den Blick auf das Wesentliche zu richten

… oder was haben Sie sich fürs neue Jahr vorgenommen? Vielleicht weniger Zeug, weniger Stress, mehr Zeit für die wichtigen Dinge?

(at). Übervolle Altkleidercontainer, zum Bersten gefüllte Altglasbehälter, Flohmärkte, die vor lauter Kram kaum einen Schritt vorankommen – alles muss raus? Wir kaufen oft billige Sachen, werfen sie weg, statt sie zu reparieren, und kaufen neu, obwohl es vielleicht gar nicht nötig wäre. Und mal ehrlich: Verlieren wir mit dieser Wegwerf-Mentalität nicht nur Ressourcen, sondern auch ein Stück unserer Werte?

Minimalismus – ein echter Trend?

Wer nach dem Motto „Weniger ist mehr“ lebt, setzt ein kleines, aber wichtiges Zeichen. Gerade heute, wo Massenproduktion, Kinderarbeit und Billiglöhne noch immer Realität sind, lohnt es sich zu überlegen: Brauche ich wirklich alles, was mir Werbung und Trends einreden? Qualität und Langlebigkeit zählen wieder mehr als die neuesten Trends – sei es bei Kleidung, Technik oder Fahrrädern – sind plötzlich wieder das, worauf man achten sollte.

Nicht alles Gold, was glänzt

Schnäppchen und vermeintliche Must-haves verlieren oft schneller ihren Reiz, als wir schauen können. Wer billig kauft, zahlt manchmal mit der Umwelt, schlechten Arbeitsbedingungen oder einer kurzen Lebensdauer der Produkte. Ob Gravelbike, E-Bike, Mountainbike oder Rennrad – muss es wirklich für jeden Zweck ein neues Modell sein, oder reicht manchmal auch das Alte noch? Ein bisschen Nachdenken vor dem Kauf kann viel bewirken.

Das eigene Bewusstsein hinterfragen

Medien und Werbung wollen uns ständig einreden, dass wir etwas Neues brauchen – sonst gehören wir nicht dazu. Aber Hand aufs Herz: Brauche ich das wirklich? Können die Schuhe noch eine Saison halten, wenn ich sie zum Besohlen bringe? Kleine Entscheidungen im Alltag – reparieren statt wegwerfen, bewusst kaufen statt blind alles mitzunehmen – können einen großen Unterschied machen.

Am Ende geht es nicht darum, alles zu verteufeln, sondern bewusst zu entscheiden. Weniger ist oft mehr – für die Umwelt, für den Geldbeutel und für das eigene Wohlgefühl.