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Müritz Tipp
Ausgabe 2/2026
Regionales/Aktuelles
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In Röbel ist die Welt noch in Ordnung

v. l. n. r.: Bürgermeister Matthias Radtke und die geehrten Bürger Candy Rothe, Birgit Richter, Dörte Adamschak, Hanning Puls, Rainer Schwarz, Axel Bünning mit Frau Gudrun und Stadtpräsident Dierk Kroeger

Größtes Publikum in kleinster Stadt an der Müritz

Röbel (at). „Röbel mag zwar die kleinste Stadt an der Müritz sein, aber wenn es um Zusammenhalt und ehrenvolles Handeln geht, sind wir die Größten!“ Mit diesen Worten begrüßte Stadtpräsident Dierk Kroeger die fast 600 Gäste im glanzvoll hergerichteten Saal der Sporthalle am Gotthunskamp – darunter Vertreter des Land- und Kreistages, Bürgermeister der Gemeinden, Amtsvorsteherin, Vertreter regionaler Unternehmen und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger. Der Jahresempfang in Röbel gilt als spektakulärster der Region. Kurzweilig eröffneten Stadtpräsident Kroeger und Bürgermeister Matthias Radtke mit einem Rückblick auf ein Jahr voller Engagement und Höhepunkte.

Auszeichnung engagierter Bürgerinnen und Bürger

Im Mittelpunkt des Abends standen die Menschen, die Röbel tagtäglich tragen. Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wurden für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt, ebenso engagierte Ehrenamtliche und Vertreter der Vereine. Besondere Würdigung erhielten Gudrun und Axel Bünning, die über viele Jahre mit Herz und Tatkraft das Gemeindeleben in Röbel/Müritz mitgestaltet hatten. Neben ihrer seelsorgerischen Arbeit sorgten sie durch Sanierungen und Organisation dafür, dass Kirchen und Gemeindehäuser lebendig blieben. Die Bürgerehrung kam für beide völlig überraschend – sichtlich gerührt und dankbar nahmen sie die Würdigung und den großen Applaus entgegen.

Rainer Schwarz, Ornithologe und leidenschaftlicher Naturschützer, wurde für sein langjähriges Engagement geehrt. Es war und ist ihm ein Anliegen, in anderen die Begeisterung für die Natur zu wecken. Bei ungezählten Führungen durch sein Naturschutzgebiet wurden selbst einfache Spaziergänge zu lebendigen Gesprächen über Naturschutz, Ökologie und Landschaftspflege – oft auch mit Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Seit 40 Jahren ist der Familienbetrieb „Zoo-Angeln-Jagen“ in Röbel ein verlässlicher Treffpunkt für Angler, Jäger und Naturfreunde, der Fachwissen, Qualität und respektvolles Handeln mit der Natur vereint. Unter der Leitung von Dörte Adamschak engagiert sich das Geschäft zudem für Kinder, Jugendliche und das kulturelle Leben der Stadt und trägt weit über das Geschäft hinaus zum Gemeinschaftsleben bei.

Candy Rothe steht mit der AVICENA-Pflege GmbH seit Jahren für Schutz, Verlässlichkeit und liebevolle Unterstützung. Mit Geduld, Menschlichkeit und fachlicher Kompetenz begleitet sie Menschen in allen Lebenslagen und setzt sich täglich für ihr Wohl ein. Ihr Engagement verbindet medizinisches Wissen mit Herz und macht Pflege in Röbel zu gelebter Fürsorge.

„Uns' Plattdüütsch möt lebennig blieben!“

Das Vermächtnis dieses sprachlichen Kulturguts ist Lore Helbing und Birgit Richter zu verdanken, die unermüdlich für den Erhalt dieser doch gemütlichen genderfreien Sprache in Kita, Hort und Schule sorgten, denn: „Bie jeden Minschen in M-V gehüürt dat Plattdüütsch tau dei Bildung tau!“

Platt snacken kann Hans-Wilhelm Puls (Hanning) ok, un als Archivar is he allemal de Nummer eins, kümmert he sik liekers um dei Geschichte von Roewel. Alle drei erhielten zur Ehrung ihres Engagements den Kulturpreis 2026.

Bei Musik, guten Gesprächen und spürbarem Gemeinschaftsgeist klang der Jahresempfang aus. Einmal mehr wurde deutlich: Röbels Stärke liegt im Zusammenhalt seiner Menschen. Und auch der Blick nach vorn ist optimistisch – den derzeitigen Bevölkerungszuwachs von 3,5 Prozent weiter zu toppen, ist das erklärte Ziel, an dem der Bürgermeister offenbar nicht nur politisch, sondern auch ganz persönlich arbeitet.