Röbel (at). Die geplante Flüchtlingsunterkunft in Röbel ist derzeit noch nicht in Betrieb. Wie der Landkreis auf Nachfrage mitteilte, stehen abschließende baurechtliche Klärungen aus, insbesondere im Bereich des Brandschutzes. So konnte unter anderem eine erforderliche Flucht- und Brandschutztreppe aufgrund der strengen Witterung in den vergangenen Wochen bislang nicht installiert werden.
Nach Angaben der Kreisverwaltung befinden sich die zuständigen Fachämter – das Amt für Zentrale Dienste sowie das Sozialamt – in engem Austausch mit dem Eigentümer der Immobilie und der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Für die kommende Woche ist eine gemeinsame Begehung durch das Bauamt, den Eigentümer sowie dessen beauftragten Bauingenieur vorgesehen. Dabei soll geprüft werden, ob eine Teilbelegung der Unterkunft möglich ist und ob die noch offenen baurechtlichen Fragen abschließend geklärt werden können. Im Anschluss könnte gegebenenfalls ab Mitte März 2026 eine teilweise Belegung erfolgen.
Die Verzögerung sei zwar bedauerlich, hieß es aus dem Landkreis, jedoch habe die Sicherheit der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner oberste Priorität. Derzeit könne die Situation jedoch kompensiert werden: In der Flüchtlingsunterkunft in Friedland seien aktuell Kapazitäten vorhanden, da viele Geflüchtete aus der Ukraine inzwischen in eigenen Wohnraum gezogen seien. Zudem lägen die Zuweisungszahlen des Landes gegenwärtig unter dem Niveau der vergangenen Monate. Eine spätere Inbetriebnahme der Unterkunft in Röbel lasse sich daher momentan auffangen.