Ein Rollenspiel verdeutlichte die Lebenssituation von nigerianischen Frauen.
(-lke) Immer am ersten Freitag im März stehen Frauen in über 150 Ländern weltweit auf und reichen sich die Hände zu Gebet und Gesang rund um den Globus. Der Weltgebetstag beschäftigt sich mit der Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes, in dem christliche Frauen Texte, Gebete und Lieder ausgewählt haben. Der Weltgebetstag ist viel mehr als ein Gottesdienst im Jahr! Der Weltgebetstag weitet den Blick für die Welt. Frei nach seinem internationalen Motto „informiert beten, betend handeln“ -„informed prayer, prayerful action“ - macht er neugierig auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen. Der Weltgebetstag schärft den Blick für weltweite Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel. Aus den Vorbereitungen zum Weltgebetstag sind im Laufe der Jahre zahlreiche Initiativen entstanden: von Bildungs-Angeboten für Kinder und Jugendliche, über ökumenische Frauen-Frühstücke, Kooperationen mit Weltläden und dem „fairen Handel“ bis zu Beratungsangeboten für Zwangsprostituierte. 2026 lag der Fokus auf dem westafrikanischen Land Nigeria unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ Obwohl Nigeria ein aufstrebendes Wirtschaftsland ist und mit Öl, Gas und sogar Gold reiche Bodenschätze hat, leiden viele Menschen unter großer Armut und weit verbreiteter Gewalt. Gerade für Mädchen und Frauen, dabei besonders Witwen, ist das Leben hier besonders schwer, aber ihr Glaube gibt ihnen Kraft und ist eine Quelle der Hoffnung. Und im Miteinander, in der gelebten Gemeinschaft Gleichgesinnter, entsteht so etwas wie ein geschützter Raum in Krisen und Konflikten. Davon erzählte auch der Gottesdienst im Gemeindehaus der Marienkirche in Waren. Fast alle christlichen Gemeinden Warens hatten sich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Dafür dankte Gemeindepädagogin Uta Lück allen noch einmal ganz besonders. Rund 50 Besucher, Frauen und einige Männer, hatten sich eingefunden, um diesen 99. Weltgebetstag gemeinsam zu feiern. 345,- € werden in diesem Jahr als Erlös aus den Spenden dieses Gottesdienstes dazu beitragen, dass Frauen weltweit gestärkt werden, damit sie für ihre Rechte eintreten und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Im Anschluss konnten alle beim Genuss landestypischer Spezialitäten, die von vielen fleißigen Händen vorbereitet worden waren, über das Gehörte ins Gespräch kommen.