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Müritz Tipp
Ausgabe 5/2026
Regionales/Aktuelles
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Bundespräsident dankte 100 ehrenamtlichen Bürgermeistern

Johannes Güssmer war der letzte Redner des Tages und richtete seinen Dank an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Jabel/Berlin (stgü). Ein Umschlag mit Bellevue-Stempel, eine Karte mit gold-geprägtem Bundesadler. Der Bürgermeister der Gemeinde Jabel Johannes Güssmer, dachte zuerst, er hätte sich verlesen, als der Brief ankam. „Die persönliche Einladung des Bundespräsidenten kam aus heiterem Himmel.“ Insgesamt einhundert Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus ganz Deutschland hatte das Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier am 3. März nach Berlin ins Schloss Bellevue eingeladen, um ihnen für ihre Arbeit zu danken. Die Veranstaltung „Zukunft möglich machen“ fand bereits am 2. März in der Akademie der Wissenschaften Brandenburg statt und konnte mithilfe der Körber-Stiftung realisiert werden. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, die Situation von ehrenamtlichen Bürgermeistern in Deutschland zu erheben. Nach Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage folgte eine Podiumsdiskussion und abschließend gab es Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussionen. Mit sechs Teilnehmern war Mecklenburg-Vorpommern auf dem Forum vertreten und hatte das Schlusswort. Johannes Güssmer ist seit 32 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Jabel und ließ das Publikum wissen: „Sie sind der erste Bundespräsident, der uns eingeladen hat. Dafür möchte ich Danke sagen. Wir haben so viel geschaffen und getan und immer gedacht, uns hört keiner. Aber es ist doch geschehen.“ Viele Wortmeldungen anderer Kommunalpolitiker gaben ihm recht. Aber auch zahlreiche Problematiken wurden angesprochen. Steigende Bürokratie, mangelnde Anerkennung durch die Landesregierungen, Anfeindungen, Fachkräftemangel, wenig Gestaltungsspielraum auch finanziell und so weiter. Kommunen werden aber gerade durch freiwillige Zusatzleistungen wie Sport- und Kulturangebote zusammengehalten - statt zu sparen, müsse man also auf allen Ebenen unterstützen. Kommunen sind das Rückgrat der Demokratie.