Titel Logo
Müritz Tipp
Ausgabe 6/2026
Regionales/Aktuelles
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Sprengelfest im neuen Kirchsprengel Varchentin, Schloen, Sankt Marien

Zeugnisse vorchristlicher Zeit im Kirchengemäuer - deutlich erkennbar: der Mahlstein



Waren (-lke). „Alles fließt und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln", stellte der griechische Philosoph Platon bereits vor 2500 Jahren fest. Und daran hat sich nichts geändert. Und so gibt es auch einen Wandel seit Januar 2026 in den Kirchgemeinden Schloen, Varchentin und Sankt Marien in Waren. Sie sind in einem Sprengel vereint. Ein Sprengel als größere Kirchgemeinde bietet die Chance auf mehr Vielfalt und mehr Möglichkeiten, Glauben zu leben. Und das wurde am 22. März gefeiert. Den Auftakt bildete die Kirche Varchentin, in der Kirchenälteste Gabriele Gerowitt einen kurzen Überblick über die Historie des Gebäudes gab. Wunderschön dazu die musikalischen Darbietungen auf der Wolfsteller-Orgel und die einfühlsamen Worte von Pastorin Melanie Dango. Weiter ging es dann zur Kirche Schloen, in der der wunderschöne, vor kurzem restaurierte Altar aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestaunt werden konnte. Betritt man die Schloener Kirche, hat man sowieso das Gefühl, die Zeit würde langsamer laufen. Anschließend führte Pastorin Melanie Dango alle Besucher um die Kirche herum, wo sie auf Zeugnisse aus vorchristlicher Zeit, den Mahlstein und den Schälchenstein, verwies, die in der Wand eingemauert sind. Weiterhin entwickelten sich angeregte Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Danach führte die Tour nach Waren. In der Marienkirche spielten die Bläser begleitend zu der Andacht. Marcus Wenzel betonte noch einmal: „Wir sind auf einem gemeinsamen Weg in die Zukunft. Wachsen geht nicht ohne Veränderung. So lasst uns ein bewusstes Miteinander zu dritt im Sprengel leben!" Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und guten Gesprächen.