Dr. Mathias Küster (links) nahm den Fördermittelbescheid von Landrat Thomas Müller in Empfang
Waren (-lke). Im Moment ist der Platz vor dem Müritzeum in Waren noch ziemlich leer. Bald aber können sich Einheimische und Gäste der Stadt Waren unter „Seerosen" ein schattiges Plätzchen suchen. Diese Sitzmöglichkeiten sind ein Teil der umfangreichen Umbaupläne des „Flaggschiffs" in der Museumslandschaft der Region. Seit seiner Eröffnung 2007 bringt das Müritzeum mit seinem breiten und anschaulichen Angebot allen Besuchern die Natur der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Müritz-Nationalpark näher. Dazu gehört auch die deutschlandweit größte Aquarienlandschaft für heimische Süßwasserarten. Jährlich kommen rund 150.000 Besucher und Besucherinnen in diese familienfreundliche und barrierefreie Einrichtung. Jetzt, nach 17 Jahren, ist die Zeit gekommen, die Ausstellung des Müritzeums mit den Aquarien weiter zu modernisieren. Es gilt, neue Highlights in Ausstellung, Aquarienlandschaft, Technik, Ausstattung und Inszenierung zu schaffen. Eine wichtige Maßnahme besteht im Umgang mit Energie-Ressourcen. Verbrauchsärmere LED-Beleuchtungen und energieärmere Ausstellungs- und Präsentationstechnik können so zur Energieeinsparung beitragen. Die Umbaumaßnahmen in Höhe von 3,92 Millionen Euro werden durch das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V mit einer Summe von rund 3,14 Millionen Euro gefördert. Die feierliche Übergabe des Fördermittelbescheids durch Landrat Thomas Müller an den Geschäftsführer der Müritzeum gGmbH, Dr. Mathias Küster, fand am Mittwoch, dem 25. März 2026 direkt vor Ort statt. „Danke an alle, die dafür sorgen, dass das Müritzeum so gut aufgestellt ist," betonte Landrat Müller in seiner Rede. Im Anschluss wurde die Sonderausstellung „Von Kunst und Natur - Sammlung trifft Atelier" eröffnet, die bis 29.11. die Werke von drei Künstlern, unter deren Händen völlig unterschiedliche graphische Kostbarkeiten entstehen, jeweils für drei Monate im Haus der Ausstellungen präsentiert. Die filigranen Bleistiftzeichnungen von Ralf-Wilhelm Schmidt bilden den Auftakt, die farbenfrohen Kraniche und Hirsche von Daniela-Friederike Lüers folgen und zum Abschluss zeigt Gregor Philipps Exponate aus seiner kameralosen Fotografie. „Die Natur ist unser größter Lehrmeister," betonte Daniela-Friederike Lüers, als Kuratorin Birte Schadlowski im Dialog mit den Künstlern auf wichtige Exponate des Museums hinwies, die so mit den Kunstwerken eine Verbindung zwischen Historischem und Zeitgenössischem herstellen. „Wir wollten zeigen, wie vielfältig Natur in der Kunst dargestellt werden kann." Und was lag da näher, als die Veranstaltung mit Musik zu „untermalen". Die fünf jungen Musiker des Celloquintetts der Kreismusikschule Müritz stimmten zu Herzen gehend auf die Veranstaltung ein.