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Müritz Tipp
Ausgabe 9/2026
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Fake News & KI: Was kann ich noch glauben und wie kann ich handeln?

Matthias Baerens beantwortet eine Frage.

Am 20. April 2026 fand in Röbel Veranstaltung „Fake News & KI: Was kann ich noch glauben und wie kann ich handeln?“ statt. Matthias Baerens, Autor und Journalist teilte seine Erfahrungen.

Fake News und KI-generierte Inhalte begegnen uns täglich in der digitalen Welt. Durch einige sollen wir gezielt manipuliert werden. Ob dies der Fall ist, wird immer schwerer zu erkennen. Zumal wir die Inhalte oft von Bekannten oder Familienmitgliedern erhalten, denen wir vertrauen. Aber wenn wir nicht wissen, ob eine Information stimmt, wie können wir uns objektiv eine eigene Meinung bilden?

Um Fake News zu erkennen, hilft die die „Desinformations-Checkliste“:

  • Quelle prüfen
  • Genau hinschauen / nicht nur Überschriften lesen
  • Vergleichen mit anderen Quellen
  • Datum prüfen / aktuell oder aus einem älteren Beitrag kopiert
  • Könnte es ein Scherz sein?
  • Fachmeinung einholen
  • Eigenen Verstand benutzen
  • Bilder-/Videosuche durchführen durch „Rückwärtssuche“ Tools (wurde dieses Bild schon in einem anderen Kontext verwendet?)
  • Gefühle kontrollieren: löst der Beitrag bei mir Wut oder Angst aus und wieso?
  • Algorithmen bedenken – liegt eine ausgewogene Mischung an Inhalten vor?

Künstliche Intelligenz (KI)

KI-Systeme wie ChatGPT verstehen nicht den Sinn von Fragen und geben „die richtige“ Antwort. Vielmehr geben sie Antworten, die sie für wahrscheinlich erwünscht halten. Daher ist es wichtig, die richtige Frage zu stellen, z.B. wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ereignis eintritt? Oder könnte diese Aussage in einem wissenschaftlichen Journal publiziert werden?

KIs können mit großen Datenmengen „gefüttert“ werden. Damit wird Einfluss genommen, dass die KI eine bestimmte Meinung vertritt. Ähnliches ist bei Googles Suchmaschine bekannt. Finanzstarke Interessensgruppen können so Einfluss auf die gesellschaftliche Meinungsbildung nehmen.

Insofern wird die Quellenverifizierung immer wichtiger. Eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte wäre hilfreich, z.B. durch spezielle Wasserzeichen.

Eltern und Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollten Plattformen wie TicToc grundsätzlich verstehen, um Fragen und Probleme der Jüngeren nachvollziehen zu können, um mit ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren.