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Der Juli ist für viele Menschen eine schöne Zeit. Die Tage sind lang, die Natur ist grün und lebendig. Viele fahren in den Urlaub oder genießen die Sonne. Wasser ist dabei wichtig - das Meer, ein See, ein Bach oder Regen bringen Erfrischung und Leben.
Dieses Bild benutzt auch der Prophet Amos. Aber er spricht nicht von Urlaub oder Erholung. Er spricht von dem, was Gott sich wünscht: „Das Recht soll fließen wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein Bach, der nie austrocknet.“
Amos lebte in einer Zeit, in der es vielen Menschen gut ging. Es gab viele Gottesdienste und Feste. Aber gleichzeitig wurden arme Menschen schlecht behandelt. Schwache Menschen hatten es schwer. Oft wurde unfair entschieden. Darum sagt Gott: Es reicht nicht, nur zu beten und Gottesdienste zu feiern. Der Glaube muss sich auch im Handeln zeigen.
Das Bild vom Wasser hilft uns, das zu verstehen. Ein Bach bringt Leben und hört nicht einfach auf zu fließen. So soll auch Gerechtigkeit sein. Sie soll nicht nur manchmal da sein, sondern jeden Tag. Wenn Menschen fair sind, einander helfen, vergeben und füreinander da sind, dann wird Gottes Wille sichtbar.
Auch wir können uns fragen: Wie gehen wir mit anderen Menschen um? Hören wir denen zu, die leise sind? Sind wir ehrlich? Helfen wir anderen?
Als Gemeinde sollen wir ein Ort sein, an dem Gottes Liebe sichtbar wird. Nicht nur in Worten, sondern auch im Tun. Ein freundliches Wort, Hilfe im Alltag oder ein offenes Ohr können viel bewirken. So wird Gottes Liebe weitergegeben.
Vielleicht haben wir im Sommer etwas mehr Zeit zum Nachdenken. Gott möchte, dass wir ihn nicht nur ehren, sondern auch gerecht handeln. Seine Gerechtigkeit soll durch unser Leben sichtbar werden - wie Wasser, das immer weiter fließt.
Ich wünsche Ihnen für den Juli eine gute Zeit, Ruhe und Freude. Achten Sie auf die Menschen um sich herum und geben Sie Gottes Liebe weiter. Möge Gott Sie begleiten und Ihnen Frieden schenken.
Ihr Prädikant Armin Jans für die Kirchengemeinde Stapelholm