Am Sonntag, den 16. August 2026 wurde auf dem Friedhof in Stapel die neue „Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewalt“ im Rahmen einer feierlichen Gedenkstunde ihrer Bestimmung übergeben.
Sehr haben wir uns über die große Resonanz aus der Bevölkerung gefreut. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der politischen und kirchlichen Gemeinde gefolgt und haben damit deutlich gemacht, wie wichtig das gemeinsame Erinnern und das Bekenntnis zum Frieden auch heute sind.
Thies Thomsen erläuterte im Rahmen der Feier die Entstehung und Bedeutung der neuen Gedenkstätte. Dabei wurde auch die Geschichte der bisherigen Ehrenmäler und der Weg hin zu diesem neuen Ort des Gedenkens dargestellt:
Die Gemeinde Stapel ist im Jahr 2018 aus der Fusion der bis dahin eigenständigen Gemeinden Norderstapel und Süderstapel entstanden. In beiden ehemaligen Gemeinden gab es bereits seit den 1920er-Jahren jeweils ein Ehrenmal. Diese wurden im Laufe der vergangenen rund 100 Jahre lediglich in den 1950er-Jahren durch Gedenksteine für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ergänzt. Mit der Zeit entsprachen beide Anlagen jedoch nicht mehr dem Anspruch an eine zeitgemäße und würdige Gedenkstätte.
Die Gemeindevertretung beschloss daher im Jahr 2025, beide bisherigen Ehrenmäler aufzugeben und auf dem Friedhof in Stapel eine gemeinsame neue Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewalt zu errichten.
Bei der Gestaltung wurde zugleich großer Wert auf den Gedanken der Nachhaltigkeit und des bewussten Umgangs mit vorhandenen Materialien gelegt. Zahlreiche noch brauchbare Gegenstände und Elemente aus den bisherigen Ehrenmälern konnten wiederverwendet und in die neue Gedenkstätte integriert werden.
Die wesentlichen Informationen und historischen Zusammenhänge sind auf den beiden dort aufgestellten Schautafeln dokumentiert, sowie auf der Homepage der Gemeinde unter www.gemeinde-stapel.de hinterlegt.
Ein Dank gilt der Kirchengemeinde Stapelholm für die sehr gute, konstruktive und harmonische Zusammenarbeit. Vielen Dank gilt Pastor Martin Baltzer für die gemeinsame Vorbereitung und Gestaltung dieser würdigen Gedenkfeier, sowie dem Musikzug Stapel für die musikalische Begleitung-
Ein ganz besonderer Dank gilt dem Arbeitskreis, der die Entstehung und Zusammenlegung der Gedenkstätte über einen längeren Zeitraum begleitet und maßgeblich mitgestaltet hat:
Sie haben Ideen entwickelt, beraten, geplant, organisiert und die Umsetzung begleitet. Durch ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Bereitschaft, Verantwortung für dieses wichtige Projekt zu übernehmen, ist ein Ort entstanden, der dauerhaft Teil unserer Gemeinde sein wird.
Mein Dank gilt ebenso den ausführenden Firmen und der Amtsverwaltung, die für die Umsetzung des Projektes verantwortlich waren, sowie dem Bauhof-Team der Gemeinde Stapel und unserem Friedhofswart Peter Retzlaff für ihre tatkräftige Unterstützung.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei unseren Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bedanken, die im Anschluss an die Feier für Getränke und einen kleinen Imbiss gesorgt und damit Gelegenheit für Begegnung und Gespräche geschaffen haben.
Ich hoffe, dass die Gedenkstätte auch in Zukunft ein Ort sein wird, an dem Menschen innehalten, sich erinnern und der Opfer gedenken können. Vor allem aber soll sie uns immer wieder daran erinnern, wie kostbar Frieden ist und wie wichtig es ist, ihn zu bewahren.
Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Teilnahme an der Einweihungsfeier ihre Verbundenheit mit diesem Anliegen gezeigt haben.