Die Förderung des Radverkehrs im Alltag ist einer der Säulen für mehr Nachhaltigkeit in Rathenow.
Insektenfreundliche Bepflanzung am Bismarckturm
Spürbare Hitzewellen, Dürreperioden und plötzlicher Starkregen zeigen auch im Havelland: Der Klimawandel ist längst in unserem Alltag angekommen. Um Rathenow lebenswert, grün und zukunftssicher zu gestalten, setzt die Stadtverwaltung auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren starken kommunalen Töchtern. Wenn Strategie, nachhaltiges Wohnen und moderne Energieinfrastruktur Hand in Hand gehen, wird Klimaschutz direkt vor Ort spürbar.
Den Rahmen für die lokale Klimapolitik steckt die Stadt Rathenow ab. Bereits mit dem Klimaschutzkonzept von 2014 hat die Stadtverordnetenversammlung die Weichen für eine klimafreundliche Zukunft gestellt.
Klimaschutzmanagement: Seit Juni 2024 bündelt eine eigene Anlaufstelle im Rathaus alle Maßnahmen, um Ideen noch schneller in die Praxis umzusetzen, indem beispielsweise gezielt Förderprogramme genutzt werden.
Zukunftssichere Wärmeversorgung: Mit der Kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt Rathenow die Grundlage für eine zukunftsfähige, klimafreundliche und sozial gerechte Wärmeversorgungsplanung geschaffen. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Heiz- und Energieversorgung in den kommenden Jahren klimaneutral, sicher und bezahlbar gestaltet werden können.
Förderung des Radverkehrs: Mit der Schaffung der ersten Fahrradstraße in der Stadt in der Waldemarstraße, Abstellanlagen am Bahnhof und dem Einsatz für den Ausbau von Radwegen soll das Radfahren im Alltag attraktiver gestaltet werden.
Als lokaler Energiedienstleister ist die Rathenower Wärmeversorgung GmbH das Rückgrat der städtischen Energiewende. Sie sorgt dafür, dass die benötigte Energie effizient, sauber und zuverlässig erzeugt und verteilt wird:
Zukunftsfähige Wärmenetze: Durch die kontinuierliche Modernisierung des Fernwärmenetzes wird der fossile CO₂-Ausstoß in der Stadt Schritt für Schritt gesenkt. Ein Highlight des Altstadtinsel-Projekts ist die geplante Nutzung von innovativer Flusswasserwärme.
Effiziente Straßenbeleuchtung: Zur modernen Energieinfrastruktur gehört auch die städtische Beleuchtung. In enger Zusammenarbeit sorgt die Wärmeversorgung dafür, dass Rathenows Straßenlaternen auf energiesparende LED-Technik umgestellt werden. Rathenow spart so heute mehr als die Hälfte des Stroms für die Straßenbeleuchtung im Vergleich zu 2006. Damals lag der Stromverbrauch bei rund 1,43 Millionen kWh, heute sind es nur noch 623.596 kWh.
Als größter Vermieter der Stadt setzt die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft mbH Rathenow (KWR) bei ihren rund 3.000 Mieteinheiten Maßstäbe für nachhaltiges Wohnen.
Gebäudezukunft: Durch gezielte energetische Sanierungen – von modernen Dämmungen bis zum Fensteraustausch – sinkt der Heizbedarf der Wohngebäude nachhaltig.
Grüner Strom vom Dach: Auf immer mehr KWR-Dächern erzeugen Photovoltaik-Anlagen sauberen Sonnenstrom direkt vor Ort.
Soziale Verantwortung: Die KWR beweist, dass ökologischer Umbau und bezahlbare Mieten zusammenpassen.