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Mittelahr Bote
Ausgabe 17/2026
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Mobilität klimafreundlich betrachtet

Jürgen Calenborn zeigte verschiedene Elektrofahrräder.

Beim LBM gab es Infos zum Ahr-Radweg.

 

 

In Altenahr gab es reichlich Informationen vom Klimastammtisch

ALTENAHR. TW. Der Klimawandel ist aus den Schlagzeilen verschwunden, aber präsenter denn je. Damit er nicht aus den Köpfen verschwindet, sind Aktionen und Informationen wichtig. So, wie dies am Samstag in Altenahr der Fall war. Der Klimastammtisch Ahr hatte zu einem „Aktionstag Mobilität“ rund um den Altenahrer Bahnhof eingeladen. Fünfeinhalb Stunden lang stand ein umfassendes Info-Angebot für jedermann bereit. Kompetente Ansprechpartner aus vielen Bereichen standen Rede und Antwort und gaben auch Auskunft zu Themen, bei denen es auch schon Mal hakt.

So informierte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Person von Stefan Koch über Wiederaufbau und Teileröffnungen des Ahrtal-Radwegs und aus welchen Gründen es zu leichten Verzögerungen kommt. Vor allen Dingen der Bereich zwischen Altenahr und Walporzheim war komplett zerstört, beim Aufbau war der LBM auch auf die Fortschritte im Wiederaufbau der Ahrtalbahn angewiesen. Passend zum Rad-Thema präsentierte Jürgen Calenborn von Cycles Bonn aktuelle E-Bike-Modelle in verschiedensten Ausführungen und Preisklassen, gab aber auch Auskunft über den aktuellen E-Bike-Hype und Bundeszuschüsse fürs E-Bike im Rahmen der Corona-Pandemie, die im Anschluss vielfach zurückgefordert wurden. Lieferengpässe für Bikes und Zubehör machen es den Händlern in jüngster Vergangenheit nicht immer leicht und sorgten teils für rückläufige Zahlen. Am Samstag konnte aber jeder, der wollte, eine Probefahrt mit einem der Bikes machen. Für eine solche Probefahrt standen auch Elektroautos der Löhr-Gruppe bereit. Die Angebote wurden zahlreich in Anspruch genommen.

Aber nicht das Auto, sondern alternative Mobilitätsformen standen in Altenahr im Fokus, allen voran das Fahrrad. Wer nur mal für eine kurze Tour ein Fahrrad mit E-Antrieb benötigt, ist mit den Leihrädern der Kreisverwaltung gut beraten. Wie das mit dem AW-Bike funktioniert, erklärten Fachleute. Auch am Altenahrer Bahnhof hat der Kreis solche Fahrräder für die Ausleihe stationiert. Generelle Informationen zur Mobilität mit dem Fahrrad und den Möglichkeiten vor Ort gab es von der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Über weitere Alternativen zum eigenen Auto in Form von Bussen und Bahnen, gab der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) Auskunft. Ein großes Thema sind dort im Sommer die Radbuslinien, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Das bestätigte auch Simone Hoffmann, eine der Organisatorinnen aus den Reihen des unabhängigen Klimastammtischs Ahr, der sich in Kürze eine rechtliche Form geben und einen Verein gründen will. Der derzeit noch lockere Kreis war nach dem Beitritt der Verbandsgemeinde Altenahr zum Klima-Bündnis ins Leben gerufen worden.

Jutta Pürling konnte indes im Bahnhofsgebäude zahlreiche Interessierte zu einer Fülle kostenloser Vorträge begrüßen. Auch hier ging es vielfach um Themen, die vor der Bahnhofstür anschaulich dargestellt waren. Dazu informierte die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz über die Möglichkeit, die Kosten und den Nutzen der Verbindung einer eigenen Photovoltaikanlage mit der eigenen Elektromobilität. Seitens der Kreisverwaltung stellte Margret Zavelberg das Mobilitätskonzept des Kreises Ahrweiler vor. Vertieft werden konnte bei den Vorträgen das Wissen über Standorte, App und Kosten des AW-Bike, über die Planungen der Verbandsgemeinde Altenahr hinsichtlich ihres Radwegenetzes und über neue Buslinien und Tarife.

Die Organisatoren zeigten sich am Ende ihres ersten Aktionstages zur Mobilität mit der Resonanz in der Bevölkerung zufrieden. Es war ein Kommen und Gehen während der gesamten Veranstaltung und das Interesse an den Alternativen zum Auto mit Verbrennermotor war groß.