Desserts sind meistens sehr aufwändig in der Herstellung
KREISSTADT / ALTENAHR. Das Beste kommt oft zum Schluss. Dieses Motto gilt auch in der Küche, denn Nachspeisen können selbst ein Menü krönen. Damit kommt ihnen eine wichtige, oft unterschätzte Rolle in der Gastronomie zu.
Im Alltag ist ihre Zubereitung jedoch anspruchsvoll. Herstellung, Verarbeitung und Präsentation müssen gelernt und geübt werden. „Der Fachkräftemangel lässt es nicht überall zu, Nachspeisen selbst zu produzieren“, erklärt Steffen Langner von der BBS Ahrweiler. „Dadurch entstehen Lücken im Fachwissen des Nachwuchses.“
Umso wichtiger ist das Engagement von Küchenmeister Christian Storch, der seit 14 Jahren sein Wissen weitergibt. Im Gasthaus Assenmacher in Altenahr werden Speisen konsequent selbst hergestellt.
Die eigenständige Herstellung anspruchsvoller Desserts wie Schwarzwälder Kirschtorte, Topfenknödel oder Rum-Savarin fordert viel Können. Unterschiedliche Texturen, Temperaturen und Geschmacksnuancen müssen harmonisch kombiniert und ansprechend präsentiert werden.
Während der ganztägigen Schulung werden Massen aufgeschlagen, Eis und Sorbets hergestellt, Teige gebacken und Dekorationen gefertigt. Alles ohne Zusatzstoffe. „Wir wollen zeigen, dass hochwertige Desserts auch nur mit Lebensmitteln gelingen“, betonen Langner und Storch. Dabei spielt auch die Regionalität der Zutaten eine wichtige Rolle.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen, etwa gebrannte Creme, Weinschaumsauce mit Rotweinbirne oder Topfenknödel mit Rhabarber und Fruchtsorbet. „Eine Dessertkomposition besteht schnell aus bis zu 30 Zutaten“, so Langner.
Für die Auszubildenden ist klar, wie wertvoll dieses Wissen ist, nicht nur für die Prüfung, sondern für die Praxis. Den Abschluss bildet das gemeinsame Probieren der Kreationen, bevor der Tag mit einem durchweg positiven Fazit endet.
[Pressemeldung Berufsbildende Schule Ahrweiler]