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Mittelahr Bote
Ausgabe 26/2026
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Mini-Autobahn für Ahrtal-Radler

Der stellvertretende ADFC Landesvorsitzende Gerd Engel zeigt es an: hier ist der Weg nicht fertig.

Beim obligatorischen Durchtrennen des Bandes herrschte großer Andrang.

An unübersichtlichen Stellen helfen Markierungen.

Gute Nachrichten für Radtouristiker: weitere 8,5 Kilometer sind fertig

AHRTAL. TW. Gute Nachrichten des Wiederaufbaus tun kurz vor dem fünften Jahrestag der Flutkatastrophe gut. Das dürfte mit ein Grund sein, die Eröffnung eines großen Teilstücks des Ahr-Radwegs zu feiern. Der Abschnitt von der Bunten Kuh bei Walporzheim wurde am Freitag offiziell und mit viel Prominenz freigegeben. So richtig fertig ist aber auch dieses Teilstück noch nicht. „In einigen kommunalen Bereichen ist noch was zu machen, aber es gibt Ersatzrouten“, so der Leiter des Wiederaufbaubüros Ahrtal im Landesbetrieb Mobilität (LBM), Stefan Schmitt gegenüber unserer. Aber Radler könnten nun ohne Nutzung der für sie gefährlichen B267 mit viel Schwerlastverkehr und Motorrädern wieder sicher von Sinzig bis Laach fahren. Am Mikrofon verkündete Schmitt später, dass der weitere Streckenverlauf über 1,5 Kilometer bis zum Bahnhof Altenahr zumindest provisorisch bis zum kommenden Spätsommer hergestellt sei. Bis dahin empfiehlt Schmitt, in Mayschoß in die Ahrtalbahn umzusteigen.

Bezahlt wurde das jetzt eröffnete Teilstück überwiegend aus Bundesmitteln, 14 Millionen Euro seien für Strecke, Brücken, eine Tunnelsanierung und weitere Dinge notwendig gewesen. Vor allen Dingen die unübliche Ausbaubreite von drei Metern sorge für Komfort und Sicherheit. Üblich sind bei Radwegen 2,50 Meter. Der Bereich von Laach bis Altenahr sei nun besonders herausfordernd. „Dieser Abschnitt beinhaltet ebenso größere Ingenieurbauwerke.“ Hier würden nochmals Kosten von rund 13 Millionen Euro erforderlich.

Weil der Bund zahlte, wollte auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zur Eröffnung des Teilstücks kommen, musste aber wegen einer Trauerfeier absagen. Verkehrs-Staatssekretärin Claudia Stutz als Vertreterin lobte in erster Linie die geschaffenen Synergien zwischen Deutscher Bahn und LBM. Ahrtalbahn und Radweg wurden beide überwiegend vom Satteldorfer Unternehmen Leonhard Weiss hergestellt.

Staatssekretär Markus Wolf aus dem rheinland-pfälzischen Innen- und Verkehrsministerium sieht im Ahr-Radweg mehr als nur Infrastruktur, sondern ein gutes Zeichen für den fortschreitenden Wiederaufbau. Wolf sieht im Radtourismus eine bedeutende Einnahmequelle der Region und sprach dem Vorsitzenden des Ahrtaltourismus, Christian Lindner, wohl aus der Seele. Lindner hatte im Vorfeld bereits die Wichtigkeit des Radtourismus benannt und fordert mit Blick auf den noch offenen Bereich zwischen Laach und Altenahr: „Hier kann es nicht sein, dass wir Jahre auf einen Lückenschluss warten, da muss schnell mindestens eine provisorische Lösung her, da werden wir drauf drängen.“

Landrätin Cornelia Weighand (parteilos) erinnerte in diesem Zusammenhang auch noch an den Lückenschluss des Radwegs zwischen Fuchshofen und Schuld an der Oberahr, der wir der Abschnitt zwischen Reimerzhoven und Altenahr einen verkehrstechnisch sehr neuralgischen Punkt erheblich sicher machen würde. Nach Worten zur Einsegnung des Wegs durch die Pfarrer Görres und Bach schritten Politik und Erbauer zur obligatorischen Freigabe durch Bandschnitt.