Titel Logo
Mittelahr Bote
Ausgabe 29/2026
Vereine und Verbände
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Kunst statt Beton am Haltepunkt Dernau

Gemalte Zuversicht: „de Chaussee-Galerie“  

 

DERNAU. (kan.) Der graue Beton am neuen Haltepunkt der Ahrtalbahn in Dernau ist Vergangenheit. Denn das triste Grau ist Farbe gewichen. In der Schmittmannstraße – unter Einheimischen schlicht als „de Chaussee“ bekannt – ist ein neues Kunstwerk entstanden. Eine rund 100 Meter lange Galerie hat Farbe und Aufmerksamkeit an den neuen Haltepunkt und in den Alltag der vorübergehenden und fahrenden Menschen gebracht.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Bahn, der Firma Leonhard Weiss, und vielen Beteiligten vor Ort. Stellvertretend seien genannt: der Dernauer Chronist Bernd Scheiner, Peter Kreuzberg und Ortsbürgermeister David Fuhrmann, der die Galerie als sein Herzensprojekt beschreibt. Die Auswahl der acht Bilder wurde vorab in Dernau gemeinschaftlich abgesegnet.

Und die Parallele zur weltbekannten Berliner East Side Gallery liegt nah: Während ein Reststück der Berliner Mauer kurz nach ihrem Fall von Künstlern verschönert wurde und als East Side Gallery bekannt wurde, hat Dernau – wie so oft in der Vergangenheit - ein eigenes Zeichen gesetzt.

Die neue „Chaussee-Galerie“, der Name ist eine Idee des Autors, könnte in der Zukunft als Symbol der Hoffnung dienen, dokumentiert sie doch den Glauben daran, dass der Wiederaufbau Dernau schöner macht als je zuvor.

Für die Neugestaltung wurde der graue Beton mit einer Mauer aus Grauwacke verblendet. Und die Bonner Graffiti-Agentur https://highlightz.de/, Die Agentur hat bereits Spuren in Dernau hinterlassen, hat acht markante Motive auf die Betonwand zwischen dem Blendwerk gemalt. Die Bilder zeigen Sehenswürdigkeiten aus Dernau und Marienthal. Das Ergebnis: Eine sehenswerte Freiluft-Galerie.

Kurzum: Wer braucht da noch die Eastside Gallery in der Berliner Mühlenstraße, wenn das Gute so nah liegt?