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Mittelahr Bote
Ausgabe 33/2026
Politische Parteien und Wählergruppen
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Psychotherapie im Ahrtal

Austausch im Gemeindehaus Mayschoß

 

Sorgen um die Versorgung wachsen 

MAYSCHOSS. Wie steht es um die psychotherapeutische Versorgung im Ahrtal, wenn weitere Einsparungen und eine Begrenzung der vergüteten Behandlungen kommen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil (CDU) und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aus dem Ahrtal. Auf Initiative des Therapeutennetzwerks kamen die Beteiligten in Mayschoß zusammen.

In einem intensiven Austausch schilderten die Therapeutinnen und Therapeuten die bereits heute angespannte Versorgungssituation. Wartezeiten von häufig über zwei Jahren auf einen Therapieplatz seien keine Seltenheit. Gerade im Ahrtal, wo viele Menschen mit den psychischen Folgen der Flutkatastrophe zu kämpfen haben, ist eine verlässliche psychotherapeutische Versorgung besonders wichtig.

Mit Sorge blicken die Behandelnden auf die geplanten gesetzlichen Veränderungen. Insbesondere eine Budgetierung, durch die die Zahl der vergüteten Patiententermine begrenzt würde, könne für Praxen erhebliche wirtschaftliche Folgen haben und so die Suche nach einem Therapieplatz erschweren. Bei steigenden Kosten bestehe die Gefahr, dass Praxen nicht mehr kostendeckend arbeiten und aufgegeben werden müssten.

Mechthild Heil nahm die Sorgen der Therapeuten aufmerksam auf. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Auswirkungen politische Entscheidungen auf die Versorgungssituation vor Ort haben können. Heil erklärte, die Anliegen mit nach Berlin zu nehmen, um sich für die Belange der Menschen im Ahrtal sowie der Psychotherapeuten einzusetzen.

Der Austausch soll fortgesetzt werden, damit die Situation der psychotherapeutischen Versorgung im Ahrtal auch auf Bundesebene Gehör findet.