ALTENAHR. Mit ihrer traditionellen Sitzung „Aldena RadeDoll“ haben die Karnevalsfreunde Altenahr am Karnevalssamstag erneut ein mehrstündiges Bühnenprogramm auf hohem Niveau präsentiert. Das Festzelt an der Ahrtalschule war festlich dekoriert und bot den stimmungsvollen Rahmen für ein abwechslungsreiches, vierstündiges Programm mit mehr als 100 Mitwirkenden. Pünktlich um 19.11 Uhr zog die Gesellschaft mit Kinderfunken, Junior- und großer Garde des Fastelovendsvereins Aleburje Breiede, Präsident Hans-Jürgen Reuter, der stellvertretenden Vorsitzenden Sonja Ludwig sowie dem Blasorchester Altenahr ein. Reuter kündigte ein aktionsgeladenes Programm an.
Den Auftakt gestalteten die Kinderfunken mit einem schwungvollen Gardetanz. Mit sichtbarem Trainingsfleiß und großer Bühnenpräsenz eroberten sie die Herzen des Publikums im Sturm und wurden mit einer Rakete und lautstark geforderter Zugabe belohnt.
Es folgten humoristische und musikalische Beiträge: Die „Huusmeistern vom Bundestag“ nahmen das politische Berlin pointiert aufs Korn, während Vera Passy als „Vünckchen“ mit gereimter Rede, Gesang und akrobatischem Schlussspagat überzeugte. Ein besonderes Highlight setzte Entertainer Steven Alan mit einer energiegeladenen One-Man-Show aus Gesang, Schlagzeug, Licht- und Nebeleffekten – inklusive Mitsing-Garantie.
Tänzerisch bot der Abend zahlreiche Glanzpunkte. Die Juniorgarde und die große Garde der Aleburje Breiede zeigten in ihrem Jubiläumsjahr „11 Jahre Garde“ präzise Choreografien und starke Formationen. Auch die Große Funkengarde der KG Jecke Domspatze Ahrbrück begeisterte mit Ausdruck und Synchronität.
Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Auftritt der Kölner Rheinveilchen. Mit 44 Tänzerinnen und Tänzern präsentierte die renommierte Tanzgarde eine eindrucksvolle Show mit spektakulären Hebefiguren und akrobatischen Elementen bis unter das Zeltdach – frenetischer Applaus inklusive.
Den humorvollen Schlusspunkt setzte das Männerballett der Bachemer Backespöppche. Mit augenzwinkernder Moulin-Rouge-Inszenierung verwandelten sie das Zelt in eine närrische Revue und sorgten für ausgelassene Stimmung.
Trotz des qualitativ starken Programms blieb das Zelt nicht vollständig gefüllt. Präsident Reuter betonte, dass die traditionsreiche Sitzung, die seit über 30 Jahren fester Bestandteil des Altenahrer Karnevals ist, langfristig auf breite Unterstützung aus Bevölkerung und Ortsvereinen angewiesen sei.
Ungeachtet dessen feierten die anwesenden Jecken ausgelassen bis in die Nacht. Mit einem letzten „Aldena Alaaf“ und Musik von DJ Buddy endete eine Sitzung, die eindrucksvoll zeigte, welches Potenzial im Altenahrer Karneval steckt.