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Aktuelles aus der VG Betzdorf-Gebhardshain, Ausgabe Betzdorf
Ausgabe 14/2026
Stadt Betzdorf
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Betzdorfer Geschichte e.V.

Das Betzdorfer Hauptpostamt in der Hellerstraße. Es wurde seinerzeit auf eine dritte Etage aufgestockt.

… erinnert an die Betzdorfer Post (Teil 3, Nr. 267)

Der bereits beschriebene Wandel der Post (nicht nur in Betzdorf) hatte sich eigentlich erst in den letzten Jahren des Postamtes an der Hellerstraße angekündigt. Der Höhepunkt mit etwa 650 Mitarbeitern war um das Jahr 1981 erreicht worden. Seinerzeit war die Zahl der zugehörigen Filialen auf 110 gestiegen, 16 davon waren Postämter, 92 nannten sich Poststellen. Damit konnte man rund 153.000 Einwohner versorgen und damit hatte man so viel Platz- und Personalbedarf, dass das Hauptpostamt um eine dritte Etage mit einer markanten farbigen Haube aufgestockt werden musste.

 

Die Privatisierung des Post- und Fernmeldewesens in der Mitte der 1990er-Jahre brachte jedoch recht gravierende Auswirkungen auch für unsere Stadt mit sich: Personal wird massiv abgebaut, die Verwaltung für den Briefdienst wird nach Siegen abgezogen und die Schalter- und Bankdienste unterstellt man anderen Niederlassungen.

Das bisher eigenständige Postamt ist seit dem 1. Januar 1996 Geschichte. Die zukünftige „Filiale 544“ verarbeitet zwar im Namen der Deutschen Post AG weiterhin Briefe, Päckchen und Pakete, die Hauptpost in der Innenstadt verliert aber immer weiter an Bedeutung. Zuletzt wurde das DHL-Paketzentrum in den Gewerbepark Dauersberg verlegt, die Postfächer findet man seitdem in der Filiale „Zoo-Flade“ an der Kölner Straße.

Ebenso wie im Fall der Eisenbahn, die ja noch mehr ein Betzdorfer Flaggschiff gewesen war, ist auch die Post hierzulande arg geschrumpft und fast bedeutungslos geworden. Das hat und hatte Gründe, die nicht allein an den jeweiligen Verwaltungen liegen können, sondern primär im Zusammenhang mit stark verändertem Kundenverhalten gesehen werden muss.

(GB, betzdorf-geschichte@bgev.de).