Der Alsdorfer Hochbehälter aus den 1910er-Jahren (2010).
… erinnert an die Betzdorfer Wasserversorgung (Teil 2, Nr. 270)
Im letzten Teil wurde bereits erläutert, wie es zur Wasserversorgung des Ortes kam. In der Folgezeit wurden weitere bauliche Maßnahmen notwendig, weil Betzdorf sich mehr und mehr vergrößerte und immer weiter die Hügel hinaufwuchs. Um genügend Druck in den Leitungen aufzubauen, wurden Hochbehälter notwendig.
Am 1. August 1892 erwarb man dann vereinbarungsgemäß das gesamte Leitungsnetz von Max Hessemer für 78.000 Mark. Im Jahre 1895 konnte der Struthof an das Netz angeschlossen werden.Durch das erhobene Wassergeld ergaben sich allmählich Überschüsse, die eine stetige Amortisation der Anlage zur Folge hatte.
Für das Wasserwerk im Daadetal wurden 1902 drei Schutzbacher Gruben angekauft („Oskar“, „Lina“ und „Grüne Au“), wodurch aber eine Pump- und Filtrieranlage notwendig wurde (1906). 1908 schloss sich Bruche an das Leitungsnetz an, drei Jahre später nahm man den Hochbehälter an der Steinerother Straße in Betrieb und das Wasserwerk im Daadetal wurde erweitert. Ein dritter Hochbehälter wurde 1936/37 notwendig, er entstand, noch höher gelegen, am Alsberg. Hierhin pumpte man das Wasser aus dem zweiten Behälter.
Der Ort Scheuerfeld baute 1902 eine Wasserleitung, der Ort Alsdorf folgte 1911, Wallmenroth 1926, Dauersberg 1928, Grünebach und Sassenroth im Jahre 1929.
(GB, betzdorf-geschichte@bgev.de).