Flink an der Friedhofsmauer: Francis Cerny (links) vom Team Schäfer Shop gelingt in der Pfalz ein beachtliches Comeback nach zwei Monaten Rennpause.
Francis Cerny aus dem Team Schäfer Shop des RSC Betzdorf hat sich nach über zwei Monaten Rennpause stark zurückgemeldet. Vom Pfälzer Doppel-Rennwochenende in Mehlingen und Bann, jeweils Nachbarorte von Kaiserslautern, kehrte die RSC-Amazone mit einem sechsten und einem vierten Platz heim.
Das traditionsreiche Rennen um den Großen Preis von Mehlingen bescherte der 49-Jährigen ein neues Erlebnis: Die hügelige 7,5-Kilometer-Runde war nicht nur um eine neue Spitzkehrenpassage, sondern auch um eine 250 Meter lange Gravelpassage ergänzt worden – gefahren wurde also auch auf Schotter. Dies machte das Rennen noch interessanter, hatte aber auch Nebenwirkungen. „Es wurden fünf Rennklassen auf einmal auf die Strecke geschickt, was bei der Rundenlänge nicht unbedingt ein Problem darstellt. Leider haben sich die Felder der Senioren und der männlichen U17 so zerfetzt, dass die Senioren 4 und Frauen einen verfrühten und plötzlichen Start irgendwo dazwischen hatten. Der Kommissär hat später komplett die Übersicht verloren, viele mussten frühzeitig das Rennen beenden", bedauert Cerny, die nach 45 Kilometern Sechste bei den Frauen wurde.
Übersichtlicher ging es am Folgetag in Bann zu, wo der Rundstreckenkurs zwar nur 1,6 Kilometer lang, aber nicht minder selektiv war. Bei insgesamt 30 Rennkilometern summierten sich 750 Höhenmeter. „Das zehrt auf Dauer, vor allem wenn das Rennen auch noch als Kriterium ausgetragen wird und man eine Konkurrentin wie Jule Märkl hat", resümierte Cerny, die beim Sieg der jungen Profifahrerin aus dem Team Canyon/SRAM die „Holzmedaille" für Platz 4 mitnahm – und sich nun auf flache Rennen auf der Mercedes-Teststrecke in Norddeutschland freut.