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Aktuelles aus der VG Betzdorf-Gebhardshain, Ausgabe Betzdorf
Ausgabe 35/2026
Stadt Betzdorf
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RSC Betzdorf

Robin Schürdt (schwarzes Trikot) präsentiert die Farben des RSC Betzdorf immer weiter vorne im Peloton.

Vom Arbeitstier im Fußball zum Radsportler

Mit diesem Wechsel hat sich Robin Schürdt eine neue Herausforderung gestellt. Nach etlichen Jahren als „Arbeitstier“ im Mittelfeld bei den Fußballern der SG Neitersen/Altenkirchen will Robin Schürdt nun im Radsport angreifen, wo statt vieler Kurzsprints und Richtungswechsel eine längere und gleichmäßigere Belastung gefragt ist. Im Peloton angekommen ist der 31-Jährige - immer öfter erreicht er mit der ersten großen Gruppe das Ziel.

Die Entwicklung spricht für sich: Mit Rang 43 und 45 ging es im April los, das Temporennen in Köln-Longerich im Mai brachte bereits Platz 30, ehe es im Juli mit Platz 25 und 22 weiterging. Beim Kultrennen „Rund um die Kö“ in Düsseldorf fehlten mit Rang 17 nur zwei Positionen zum ersten Platzierungsvermerk (Top 15) in der Bilanz des Verbandes.

Bei der „Schmitter Nacht“ in Hürth, bei 50 Runden auf einem 800-Meter-Kurs, hatte sich Schürdt nach einem schwierigen Start mühsam nach vorne gekämpft und erstmals selbst einen Ausreißversuch mit einer Gruppe unternommen, der durch einen Sturz zweier Mitstreiter aber frühzeitig endete. Zwei Kilometer vor dem Ziel wurde der Westerwälder durch einen weiteren Sturz, der sich vor ihm ereignete, erneut ausgebremst. „Dadurch konnte ich mich nicht mehr entscheidend nach vorne arbeiten. Insgesamt bin ich mit dem Rennen zufrieden“, kommentierte Schürdt den 22. Platz.

Beim Rennen auf der Düsseldorfer Königsallee ging es pro Runde 600 Meter an der Prachtstraße entlang - und nach der Querung des Stadtgrabens, also praktisch einer langgezogenen 180-Grad-Kurve, auf der Gegenseite zurück. „Ich bin erstaunlich gut damit zurechtgekommen. Sonst tue ich mich schwer bei vielen kurzen Geraden mit technischen Kurven“, sagt Schürdt, der sich nach hektischer Anfangsphase im knapp 100 Fahrer starken Feld behauptete und auf Platz drei liegend in die letzte Runde ging.

„Mit meinem Sprint war ich nicht zufrieden. Ich hätte deutlich früher antreten können und hatte im Ziel nicht das Gefühl, alles rausgehauen zu haben. Dass ich erstmals so richtig im Zielsprint mitmischen konnte, macht mich trotzdem glücklich, zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin - und motiviert mich, weiter Gas zu geben“, sagte Schürdt, der die 60 Kilometer mit einem Schnitt von 45 km/h absolvierte und auf Rang 17 ins Ziel kam.