Ein großartiges Fest hat Friedewald weit über das AK-Land hinaus in den Focus gebracht.
Gaukler, Musikanten, Handwerker und Gastronomen für verschiedene Geschmacksrichtungen versetzten Friedewald in das Mittelalter zurück.
Bei der Eröffnungsfeier am Freitag, die musikalisch von der Knappenkapelle aus Daaden umrahmt wurde, gab es Grußworte des Landrates Dr. Enders und des Verbandsbürgermeisters Helmut Stühn. Walter Strunk, Stadtbürgermeister von Daaden sprach für alle Ortsbürgermeister der VG. In Vertretung des erkrankten Pfarrers Konieczny überbrachte Julian Humpl die Segenswünsche der evangelischen Kirchengemeinde Friedewald.
Zu Beginn der Feierlichkeiten hielt Ortbürgermeister Karl-Heinz Buhl eine kurze Ansprache, in der er hauptsächlich die Entwicklung des Ortes in den letzten 70 Jahren beleuchtete und dem Ort eine sehr gute Entwicklung bescheinigte.
Anschließend begeisterten die Erzieherinnen und Kinder des Kindergartens, alle in mittelalterlichem Outfit, mit ihren Darbietungen.
Im Anschluss daran erfreuten auch die Grundschulkinder und die Lehrerinnen mit einem wunderbaren Showtanz und Gesang, einem Musical gleich.
Ein nicht im Programm vorgesehener Überfall durch die Maudener Ritterschaft mit ihrem Herold und dessen Gefolge sorgte plötzlich für Aufregung.
Bürgermeister Karl-Heinz Buhl wurde noch auf der Bühne gefesselt und musste sich die Klage der wilden Horde anhören, die da lautete: „Schon 1261 hatte der Ritter Anselm von Mauden in der Burg zu Friedewald einen Sitz, er sollte für Sicherheit sorgen. Und nun feiert das Volk zu Friedewald ein Fest, ohne die Erlaubnis der Maudener einzuholen.“
Nach einigen Humpen Gerstensaft für die „Rittersleut“, konnte der Bürgermeister „entfesselt“ seine Amtshandlungen weiterführen.
Nach dem kurzweiligen Kommers ging es einer Zeitmaschine gleich in die Jetztzeit.
Innerhalb weniger Minuten wurde das Pagodenzelt für das Public-Viewing vorbereitet. Auch das Eröffnungsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft wurde zu einem Erfolg.
Am Samstag und Sonntag fand ein mittelalterliches Treiben mit Gauklern, Musikanten und Handwerkern statt, das Friedewald in dieser Form bisher noch nicht erlebt hatte. Da auch das Wetter mitspielte, wurde das Markttreiben ein Event für alle Altersgruppen.
Eine spektakuläre Feuershow beendete den Samstagabend.
Aus nah und fern ließen es sich viele Menschen nicht nehmen, das „Spektakulum“ zu erleben.
Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder des Festausschusses, die nach monatelanger Zeit der Vorbereitung das grandiose Jubiläum organisiert haben, sowie an die vielen aktiven Menschen, die während der Feierlichkeit für einen reibungslosen Verlauf sorgten.
Gedankt sei auch den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mithilfe bei der Vorbereitung, den Anliegern im Marktbereich und den Schlosseigentümern, für die zur Verfügungstellung ihrer privaten Flächen. Ohne die Bereitstellung der Areale und den tatkräftigen Einsatz der Bürger hätte dieses Fest in dieser Form nicht stattfinden können.