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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 14/2026
Hauptthemen
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Einsatzkräfte und Mitarbeitende der Bürger- und Ordnungsdienste evakuierten die betroffenen Haushalte

Am Dienstagnachmittag des 24. März wurde bei Tiefbauarbeiten in der „Kappensteiner Schlinke" in der Fürthener Nelkenstraße eine potentiell detonationsfähige Splitterbombe mit Zünder entdeckt. Binnen kürzester Zeit mussten daraufhin rund hundert Wohnhäuser und Gebäude in einem Umkreis von 300 Metern evakuiert werden. Um das zu bewerkstelligen, waren in Summe fast hundert Menschen direkt am Einsatz beteiligt, darunter die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Rettungskräfte und mehrere Mitarbeitende der Verwaltung Hamm (Sieg). In Abstimmung mit der Polizei lotste man die Betroffenen in die zwei kurzfristig eingerichteten Sammelstellen; mehrere in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen konnten dabei mit Hilfe des Rettungsdienstes im Rahmen der Evakuierung komplikationsfrei dorthin verlegt werden.

Im Gasthaus „Zum Siegtal" sowie im Bürgerhaus Etzbach wurden die Anwohner:innen von Mitgliedern des Ortsgemeinderates betreut, fortlaufend über die Entwicklung der Lage informiert und mit Getränken versorgt. Koordinationszentrum für die Straßensperrungen, geordneten Räumungen und die angesetzte Entschärfung bildete aufgrund der notwendigen Ausstattung das Feuerwehrhaus in Hamm (Sieg): Hier wurden die Informationen von verschiedenen Seiten gesammelt und per (Mobil-)Funk gezielt weitergegeben, bis die Verstärkung aus Koblenz eintraf.

Nachdem seitens der Feuerwehr und Verwaltung alle Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden konnten, übernahm der Kampfmittelräumdienst zwischen 19.00 und 19.15 Uhr die Entschärfung der Bombe aus dem zweiten Weltkrieg. Anschließend konnten die Bürgerinnen und Bürger in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Wehrleitung und Bürger- und Ordnungsdienste(beauftragt mit der Gefahrenabwehr), ziehen ein positives Resümee aus dem unerwarteten „Stresstest": Während die Zusammenarbeit der Einsatz- und Hilfskräfte reibungslos verlaufen sei, habe das versierte und strukturierte Vorgehen aller Beteiligten Sicherheit vermittelt. Man habe sich mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen von Anfang an effektiv koordinieren können und so die Evakuierung „Hand in Hand" auf die Beine stellen können.

Bürgermeister Dietmar Henrich und Ortsbürgermeister Michael Rzytki bedankten sich vor Ort sowie einen Tag später im Rahmen der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats ausdrücklich und öffentlich bei allen Einsatzkräften und für den bemerkenswerten Ablauf der Evakuierung.

Bevor die Tiefbauarbeiten in der Umgebung fortgesetzt werden, wurde nun aus gegebenem Anlass eine Untersuchung des Untergrunds im näheren Radius des Bombenfunds veranlasst - eine Vorsichtsmaßnahme, um im Zweifelsfall weitere Blindgänger zu identifizieren.