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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 22/2026
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​​​​​​​(Un)hörbares spürbar machen

Bürgermeister Dietmar Henrich bei seiner kurzen Ansprache.

Familiäre Atmosphäre beim Auftakt zum open arts-Festival

Bogen schlagen, Brücken bauen und „Leben weitertragen“: diese Anliegen verfolgen die Organisatoren Daniel Diestelkamp und Dorothé R. Marzinzik beim Festival für Menschen aller Generationen im Kunsthaus Wäldchen. Mit einem humanistischen und künstlerischen Ansatz sollen im diesjährigen Programm unter dem Motto „(un)hörbar“ erneut Erlebnisse von Gemeinschaft und Zusammenhalt geschaffen werden, die die Vision einer friedvolleren Welt greifbarer werden lässt.

 

  

 

  

 

  

 

  

Zur Eröffnungsveranstaltung am 13. Mai war neben zahlreichen Gästen sogar der SWR-Rundfunk zugegen, um Stimmungsbilder einzufangen (Beitrags-Ausstrahlung steht noch aus). Die als Open Air geplante Veranstaltung musste aufgrund des regnerischen Wetters kurzfristig nach drinnen verlegt werden. Allerdings taten die offene und lichte Konstruktion des Kunsthauses dem Charme des Abends keinen Abbruch und bewegte die Besucherinnen und Besucher nicht nur zu einer gedanklichen und emotionalen Reise:

Nach einem kurzen Prolog der beiden Festivalinitianten im Erdgeschoss sang der Schulchor der Landkulturschule Borod im ersten Stockwerk. Dabei hatten die Kinder nicht nur ein schwedisches Stück von Pippi Langstrumpf mitgebracht, sondern auch eines, das eine kindgerechte Geschichte vom Leben und Sterben erzählt.

Nach einer Führung durch die Raum-Text-Kunstinstallationen von Harald Hermann, Dorothé R. Marzinzik und Daniel Diestelkamp wurde das Publikum im „Wintergarten“ von der renommierten Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Big-Band (FWR Big-Band) erwartet, die bereits über die Region hinaus Bekanntheit erlangt hat und regelmäßig im Winter das Kulturwerk in Wissen füllt.

Unter der Dirigentschaft von Marco Lichtenthäler präsentierte die Big-Band eine abwechslungsreiche musikalische Weltreise: Von der Eigeninterpretation brasilianischer Rhythmen mit deutschem Text, einer indonesischen Hymne auf das Selbstbewusstsein bis hin zum „Great American Songbook“ stellte die Big-Band ihre klangliche Varianz und ihr Können unter Beweis. Mit leisen und lauten Tönen, den erfahrenen Gesangstalenten Sabine Kühling und Steffen Labuda sowie herausragenden Solisten wurde das Haus zum Beben gebracht, wobei nicht zuletzt auch die Unbeschwertheit der tanzenden Kinder im Publikum ansteckend wirkte.

Weitere schöne Momente und Veranstaltungen bei open arts, aber auch im Rahmen des Kultur-Genuss-Sommers der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) wünschte Bürgermeister Dietmar Henrich in seiner Ansprache. Denn die Eröffnung von open arts markiert gleichzeitig den offiziellen Start in das kommunale Sommerprogramm 2026. Der Bürgermeister nutzte diese Gelegenheit, um sich im Namen der Verbandsgemeinde für das Engagement von Daniel Diestelkamp und Dorothé R. Marzinzik und bei allen gestaltenden Kräften zu bedanken.

Die Veranstalter wiederum richteten ihren Dank auch an alle weiteren Unterstützer:innen, die mit ihren Spenden das Zustandekommen des open arts Festivals 2026 ermöglicht haben.

Den Höhepunkt des bunten Konzerts bildete der Abschlusssong und Radiohit „Funk You Up“.

Die zum Mitsingen und -tanzen animierten Gäste folgten im Anschluss gerne dem Aufruf, sich noch zum geselligen Beisammensein im Foyer zu versammeln, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. (jr)

 

  

 

  

Die nächsten Programmtage und -punkte des Festivals sind im Innenteil zu lesen sowie auf https://www.kunsthaus-waeldchen.de/cms/open-arts-2026/ zu finden. Über Qultor können online Tickets zu den Veranstaltungen erworben werden. Das ermöglicht den Veranstaltern im Vorfeld eine vereinfachte Planung.