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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 25/2026
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Mit einer gelungenen Vernissage wurde am Freitagabend die Ausstellung „Freiheit der Kunst“ des Kunstforums Westerwald im Kulturhaus Hamm eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Werke der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die von Gitta Rausch-Betz moderierte Veranstaltung machte von Beginn an deutlich, worum es den Beteiligten geht: Kunst als Ausdruck von Freiheit, Offenheit und Begegnung. Das Kulturhaus erwies sich dabei einmal mehr als ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Gedanken austauschen und neue Perspektiven gewinnen können.

Insgesamt präsentieren 17 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten. Die Ausstellung zeigt eine beeindruckende Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen – von Malerei, Fotografien und Skulpturen bis hin zur Objektkunst. Unterschiedliche Materialien, Techniken und Sichtweisen laden die Besucher dazu ein, die Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Denn nichts ist gleich, jede Wahrnehmung ist individuell und jede künstlerische Arbeit eröffnet ihren eigenen Zugang zum Thema Freiheit.

In seinem Grußwort hob Ortsbürgermeister Thomas Christmann die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst hervor. Kunst brauche Freiheit, weil sie Menschen miteinander ins Gespräch bringe, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar mache und Offenheit fördere. Gemeinsames Hinschauen schaffe Verständnis und ermögliche neue Perspektiven auf die Welt und aufeinander.

Sein besonderer Dank galt Freyja Schumacher für ihr Engagement sowie Kurator Manfred Wendel, der die Ausstellung begleitet hat. „Kultur entsteht nicht von alleine“, lautete eine der zentralen Botschaften des Abends. Ebenso wurde der Volksbank Hamm (Sieg) eG für ihre finanzielle Unterstützung gedankt, die kulturelle Projekte dieser Art erst möglich macht.

Auch die Bedeutung von Kultur für das Zusammenleben in der Gemeinde machte Thomas Christmann deutlich. Eine Gemeinde lebe nicht allein von Straßen und Gebäuden, sondern vor allem von den Menschen, von Begegnungen und dem Austausch miteinander. Die Ausstellung sei deshalb zugleich eine Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen und kulturelles Leben aktiv mitzugestalten.

Moderatorin Gitta Rausch-Betz brachte das Thema der Ausstellung mit eindringlichen Worten auf den Punkt: „Freiheit fängt an, wenn wir akzeptiert werden.“ Sie erinnerte daran, dass Freiheit oft erst dann bewusst wahrgenommen werde, wenn sie eingeschränkt werde: „Freiheit sieht man nicht, Freiheit spürt man nur, wenn sie uns genommen wird.“ Die ausgestellten Werke seien Ausdruck dieser Freiheit und zugleich Zeugnisse individueller Kreativität und Selbstbestimmung.

Für den musikalischen Rahmen sorgte Leander Govinda Greitemann mit seiner Handpan. Mit seinen atmosphärischen Klängen schuf er einen besonderen Resonanzraum für die Kunstwerke und die Gedanken des Abends. Die Handpan stand dabei symbolisch für die Freiheit in der Musik – frei fließend, improvisierend und ohne enge Grenzen. Greitemann, der vielen auch als Autor und Impulsgeber für persönliche Entwicklung bekannt ist, schlägt in seiner Arbeit immer wieder Brücken zwischen philosophischen Fragen, Selbstreflexion und kreativem Ausdruck. So fügte sich sein musikalischer Beitrag auf besondere Weise in das Thema der Ausstellung ein: Freiheit als Haltung des Geistes, die sich in Kunst, Musik und im menschlichen Miteinander ausdrückt.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der Trilogie „Metamorphose einer Stadt“ von Manuela Lowak. Darin erzählt die Autorin von Wandel, Entwicklung und der Kraft der Farben. Sie können zugleich als Hymne auf die Bedeutung von Farbe im Leben verstanden werden, denn eine Welt ohne Farben wäre auch eine Welt mit weniger Lebendigkeit und Ausdruckskraft.

Passend dazu kündigte Frau Lowak eine weitere Veranstaltung im Rahmenprogramm der Ausstellung an. Während der Raiffeisenwoche wird sie aus ihrem Buch „Vom Affen gebissen – Geschichten und Satiren für Boomer“ lesen. Mit Humor, feiner Beobachtungsgabe und einem augenzwinkernden Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen verspricht die Lesung einen unterhaltsamen und zugleich nachdenklichen Abend, der das kulturelle Begleitprogramm der Ausstellung bereichert. Begleitet wird die Lesung musikalisch vom Gitarrenduo „Wunder & Blume“.

Die Vernissage machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig es ist, Freiheit zu schützen, zu leben und die Kunst als Ausdruck dieser Freiheit zu unterstützen. Beim anschließenden Ausklang mit Snacks und kühlen Getränken nutzten die Gäste die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen und einem regen Austausch über die gezeigten Werke und ihre ganz persönlichen Gedanken zum Thema Freiheit. (em)

 

Die Ausstellung „Freiheit der Kunst“ ist bis zum 12. Juli im Kulturhaus in Hamm (Sieg) zu sehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Werke zu entdecken und sich auf ihre ganz eigene Weise mit dem Thema Freiheit auseinanderzusetzen.

Öffnungszeiten: Mo.-Do.: 9:00-12.30 Uhr und 13.30-16.00 Uhr | Fr.: 9.00-12.30 Uhr