Geschafft! Am 31.12.2022 endete die Frist, die das Unternehmen Deutsche Glasfaser gesetzt hatte, um eine 33-prozentige Vertragsquote zu erreichen. Nur wenn dieser Anteil der Haushalte bereit war, einen Vertrag mit der DG abzuschließen, wollte die Firma auf eigene Kosten Glasfaserleitungen verlegen und jedem Gebäude einen Anschluss verpassen.
In der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) ging es schleppend voran. Über Wochen dümpelten die Quoten in manchen Orten bei 12 bis 16 Prozent. Mit Ruhm bekleckert hatte sich aber auch die Marketingabteilung der DG nicht. Mancherorts warteten die Bürger vergeblich auf einen Vertreter, bei dem sie einen Vertrag machen konnten, in anderen Gemeinden mussten die Ortsbürgermeister betteln, bis eine Infoveranstaltung zustande kam.
Am Schluss aber schien alles in trockenen Tüchern. Schon vor Ablauf der Frist ließ die DG in der Presse verkünden, welche Orte den Glasfaserausbau erhalten würden, darunter alle neun infrage stehenden Gemeinden in der Verbandsgemeinde Hamm. Nach Angaben, die wir der WFG-Website „glasfaser.ak“ entnommen haben, ergaben sich zum Schluss folgende Vertragsabschlussquoten.
| Bruchertseifen | 50 % |
| Pracht | 43 % |
| Breitscheidt | 41 % |
| Forst | 39 % |
| Roth | 37 % |
| Bitzen | 36 % |
| Etzbach | 34 % |
| Fürthen | 33 % |
| Hamm (Sieg) | 33 % |
Die übrigen Orte und nicht im Kooperationsvertrag enthaltenen Ortsteile sollen nun über das „Graue-Flecken-Programm“ mithilfe von Zuschüssen mit Glasfaser erschlossen werden. Wie Bürgermeister Dietmar Henrich in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats informierte, werden die Förderanträge derzeit von der WFG erarbeitet.