weltpolitische Veränderungen, der Bruch international anerkannter Regeln und Gesetze durch die Großmächte, und letztendlich die Kriege in Osteuropa und im Nahen und Mittleren Osten sorgen auch bei uns in Deutschland für Unsicherheiten und Unzufriedenheit mit den Politisch Verantwortlichen. Hohe Verbraucherpreise zwingen die Menschen im Land zu bisher nicht bekannten Einsparungen und die Rufe nach dem Staat mehren sich.
Auf kommunaler Ebene versuchen wir deshalb weiter dort zu sparen wo es möglich ist, um die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich mit Abgaben zu belasten.
Haushalt und Finanzen
Die finanzielle Situation der Kommunen in Rheinland-Pfalz ist nach wie vor angespannt. Viele Kommunen klagen über eine fehlende finanzielle Alimentierung durch Bund und Land für die Aufgaben, die man ihnen gestellt hat. Einige Gemeinden klagen inzwischen vor den Gerichten oder verfassen Petitionen an die politisch verantwortlichen im Land. Wir wissen aber auch, dass wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen.
Unser Doppelhaushalt 2026/2027 ist ausgeglichen und durch die Kommunalaufsicht in der Kreisverwaltung genehmigt worden. Die Kreisverwaltung hat festgestellt, dass unter Zugrundelegung der vorliegenden Haushaltsdaten eine Überschuldung der Ortsgemeinde Fürthen nicht gegeben ist, wir somit unter Beachtung der Eigenkapitalentwicklung nicht zu Lasten künftiger Generationen wirtschaften und das Prinzip der Generationengerechtigkeit beachten. Ein Satz aus dem Verwaltungslehrbuch, aber mit einem positiven Signal.
Trotzdem werden wir weiterhin gezwungen sein, unsere Ausgaben auf die notwendigen Pflichtaufgaben zu beschränken.
Erschließungsmaßnahmen, Straßenausbau, Verkehrsinfrastruktur und IT-Infrastruktur
Obwohl die Jahnstraße, Teile der Bahnstraße, Teile der Waldstraße und das Einfahrtportal der Unterführung in Opsen dringend reparaturbedürftig sind, und der Ausbau durch wiederkehrende Beiträge finanziert werden könnte, werden wir diese Ausbaumaßnahmen aus finanziellen Gründen zunächst weiter in die nächsten Jahre verschieben.
Anders die Erschließung des Buchenweges, dessen Planung wir in 2027 angehen werden.
Im Zuge der Erweiterung der IT-Infrastruktur beteiligen wir uns am Ausbau der Netzinfrastruktur mit Glasfaser bis in die Häuser durch die Deutsche Glasfaser, die den Ausbau auf eigene Kosten durchführt. Personalveränderungen im Projektmanagement der Firma und ein höherer Zeitbedarf bei der Verlegung und Anbindung der Netzkabelzuleitungen aus Nord und Süd in den Landkreis hinein haben dazu geführt, dass die Arbeiten in Fürthen vermutlich erst im Herbst 2026 beginnen können. Vor Arbeitsbeginn wird die Deutsche Glasfaser mit den Anwohnern in Fürthen Verbindung aufnehmen um die erforderlichen Anschlussarbeiten innerhalb der Häuser abzusprechen und zu koordinieren. Diese Gespräche mit den Hauseigentümern können auch kurzfristig und relativ zeitnah angekündigt und durchgeführt werden.
Glasfaserverbindungen ermöglichen Übertragungsraten von bis zu 1000 mbit. Mit der Beteiligung am Projekt der Deutschen Glasfaser unterstützen wir die Daseinsvorsorge im Dorf und ersparen den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern mehrere hunderttausend Euro.
Seit einigen Jahren ist ein Teilstück der Bahnstraße aufgrund von Dachsbauten und den damit verbundenen Hangabrutschungen für den Straßenverkehr gesperrt. Eine Instandsetzung des Bereiches ist ohne Beteiligung der Deutschen Bahn finanziell nicht zu stemmen. Wir setzen unsere Hoffnungen in die ab Herbst 2026 geplante Sanierung der Siegstrecke durch die Deutsche Bundesbahn und hoffen auf einen gemeinsamen Weg zur Sanierung des Straßen- und Böschungsbereiches.
Unsere Spielplätze sind in einem guten Zustand und wir hatten das Glück, neue Spielgeräte aus Spendenfinanzierungen aufgelöster Vereine zu beschaffen und aufzustellen. Die Spielgeräte werden durch geschulte Spielplatzprüfer halbjährlich geprüft. Unsere Gemeindearbeiter überarbeiten in den nächsten Wochen und Monaten die Ruhebänke im Dorf und haben mit den Bänken auf dem Spielplatz in der Bergstraße begonnen.
Die vor Jahren beschlossene nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung werden wir weiter aufrechterhalten müssen. Die laufenden Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung des Beleuchtungsnetzes sind derzeit für uns nicht kalkulierbar, da der als Grundlage erforderliche Instandhaltungsvertrag abgelaufen ist und ein neuer Vertrag noch nicht vorliegt.
Ehrenamtliches Engagement
Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich bereits im Dorf. So werden Bushaltestellen liebevoll gepflegt, gereinigt und teilweise mit dekorativem Blumenschmuck versehen. Mäharbeiten an Stellen, die ansonsten durch den Bauhof der Verbandsgemeinde oder Gewerbetriebe durchgeführt werden, haben Bürgerinnen und Bürger übernommen.
Erfreulich ist, dass wir in diesem Jahr weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Renovierung und Pflege unserer Ruhebänke finden konnten. Bei weiterem Interesse bitte ich um kurze Rückmeldung. Wir stellen Farbe und Pinsel und ggf. auch Bretter und Schrauben für die Instandsetzung.
Mein herzlicher Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag für das Gemeinwohl und die Dorfgemeinschaft.
Ruhender Verkehr in Dorf
Aus gegebenem Anlass verweise ich immer wieder auf die Einhaltung der Verkehrsregeln innerhalb des Dorfes. Wir haben viele Kinder und ältere Menschen im Dorf, die sich auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen durch die Autofahrer verlassen.
An den unfallträchtigen Punkten in der Friedhofstraße und der Bogenstraße werden wir Fahrbahnmarkierungen, sogenannte „Haifischzähne“ aufbringen. In der Bergstraße werden wir auf Wunsch der Anwohner Fahrbahnverengungen einrichten. Alle diese Maßnahmen dienen der Geschwindigkeitsreduzierung und damit der Sicherheit der Menschen im Dorf.
Für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Kreisstraße zwischen Fürthen und Etzbach werden wir aus dem Förderprogramm RZN die Beschaffung von elektronischen Geschwindigkeitswarntafeln für beide Fahrtrichtungen veranlassen.
Friedhof
Friedhöfe sind immer im Fokus der Bevölkerung und erfordern vor allem in der hellen Jahreszeit ständige Mäharbeiten der Wiesenbereiche und Formschnittarbeiten an den Hecken durch die beiden Friedhofsarbeiter.
An der vor ca. 30 Jahren erstellten Urnenwand I lösen sich die Natursteinplatten an Zuwegen und Treppen. Diesen Bereich haben wir vorsorglich gesperrt. Die Renovierung wollen wir in Eigenleistung im Herbst 2026 vornehmen. Wer mitmachen möchte, ist herzlich zur Teilnahme aufgefordert.
Dort wo die Ruhezeiten inzwischen abgelaufen sind, stehen Räumungen von Gräberfeldern an. Die Arbeiten dazu werden in den nächsten Wochen durch eine beauftragte Firma begonnen.
Noch ein Hinweis in eigener Sache. Wir erlauben die Grabräumung (Entfernung von Gewächsen und Grabbeigaben, Einbau eines Unkrautvlieses und Auffüllung mit Erdreich) auf Antrag und unter bestimmten Voraussetzungen und um die Angehörigen zu entlasten.
Oftmals sind diese betroffenen Reihenerdgräber inmitten eines Gräberfeldes angelegt und können nicht ohne großen Aufwand an Zeit und Kosten und ohne Beschädigung der Nachbargräber entfernt werden. Somit verbleiben abgeräumte Gräber immer noch eine Zeit lang bis zur Räumung des gesamten Gräberfeldes sichtbar. Das hat in einzelnen Fällen für Verunsicherungen bei den Angehörigen gesorgt. Gräberfeldräumungen machen wir aus Kostengründen nur einmal im Jahr. Ich bitte da um Verständnis bei den Angehörigen.
Bauen und Wohnen im Dorf
Zu einer der Hauptaufgaben einer Kommune gehören die Planung und Schaffung von Wohngebieten. Obwohl hohe Zinsen und Baukosten die Nachfrage deutlich gedämpft haben ist das Interesse an Bauland in unserer Region weiterhin vorhanden. Im besonderen Fokus stehen dabei die Anfragen von Familien und Bürgerinnen und Bürgern, die im Dorf aufgewachsen sind sowie deren Verwandte.
Mit dem „Baugebiet Kappensteiner Schlinke“ haben wir ein attraktives Baugelände in schöner Wohnlage geschaffen. Die Ortsgemeinde Fürthen konnte inzwischen 18 von 20 Baugrundstücken veräußern. 2 Grundstücke stehen noch zum Verkauf. Dazu kommen weitere Baugrundstücke in privater Hand.
Die Erschließung ist in vollem Gange. Leider wurden wir im Frühjahr durch den Fund einer Weltkriegs-Bombe in unseren Planungen und Arbeiten unterbrochen. Die danach erforderlichen Sondierungen der Flächen im Baugebiet sind noch im Gange und werden auch noch einige Zeit brauchen. Wir gehen davon aus, dass wir Ende Juli 2026, mit Herstellung einer Baustraße, den Bauwilligen den Zugang zu ihren Grundstücken schaffen können, damit mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann.
Fürthen ist für viele junge Familien, aber auch für Seniorinnen/Senioren, die nach einem langen Arbeitsleben ihren Ruhestand genießen wollen, eine attraktive und gute Wahl. Seit Jahren steigt die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner im Dorf. Ein leistungsfähiges Breitbandnetz, unabdingbar für die zunehmende Zahl an Arbeitnehmern:innen die im Homeoffice arbeiten und für potentielle künftige Unternehmer, aber auch ein leistungsfähiger ÖPNV, sowie die gute Bahnanbindung vom Bahnhof Au/Sieg nach Köln und Siegen ist hier vielfach ausschlaggebend. Die Nähe zu Hamm/Sieg, mit Ärzten, Apotheken, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten spricht für sich.
Sportanlagen
Die Sportanlagen sind seit 2024 an den Fußballklub Etzbach-Fürthen e.V. verpachtet. Der Verein investiert erhebliche Mittel in die Renovierung des Gebäudekomplexes und plant im Außenbereich weitere Maßnahmen.
Die Ortsgemeinde bleibt Eigentümer und wird sich auch weiterhin mit finanziellen und materiellen Leistungen an der Bewirtschaftung der Sportanlagen beteiligen, jedoch mit zunehmend geringeren Summen.
Mittel- und langfristig gesehen werden wir den Haushalt der Ortsgemeinde durch diese Maßnahmen deutlich entlasten können und erhalten uns eine gute und gepflegte Sportanlage.
Hochwasser- und Starkregenschutz
In diesen Tagen jährt sich die Flutkatastrophe an Ahr, Maas, Agger und Erft zum fünften Mal. Auch wenn die Fachleute von „Hochwasserdemenz“ sprechen, haben wir die Maßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen nicht aus den Augen verloren.
Wir sind uns bewusst, dass wir in Fürthen, aufgrund der Nähe zur Sieg und durch unsere besondere geografische Tallage, besonders wachsam und aktiv bleiben müssen. Wichtig ist uns, dass wir dem Vergessen entgegenwirken und geeignete und mögliche Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz treffen.
Wir haben im Frühjahr im Rahmen einer Begehung mögliche Stark-/Sturzregenbereiche im Dorf lokalisiert und in diesen Bereichen Kunststoffbehälter mit eingelagerten Sandsäcken deponiert. Somit haben die Anwohner die Möglichkeit, ihre straßenebenen Eingangs- und Einfahrtsbereiche gegen Starkregen zu schützen. Für die Beschaffung der insgesamt 16 Behälter konnten wir uns die finanzielle Unterstützung von Spendern sichern. Dafür meinen herzlichen Dank.
Wir engagieren uns weiter mit den Bachpaten, Vertreter:innen aus den Naturschutzverbänden und Vereinen und Mitgliedern des Ortsgemeinderates in übergeordneten Gremien, Arbeitsgruppen und Verbänden.
Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Eitorf moderiere ich die Zusammenkünfte und Workshops der Hochwasserpartnerschaft Mittlere Sieg. Inzwischen haben sich uns weitere Kommunen aus den Bereichen der oberen und unteren Sieg angeschlossen. Gemeinsam stimmen wir uns im Hochwasserschutz ab und nutzen die Erfahrungen der jeweiligen Partner.
Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass die für den Katastrophenfall erforderlichen Maßnahmen geübt werden müssten und sind dazu in Kontakt mit den Behörden und Einrichtungen.
Vandalismus
Nahezu alle Ortsgemeinden der Region, aber auch Privatleute, sind von zunehmendem Vandalismus betroffen. Dabei werden die Ziele wahllos ausgesucht zerstört oder zumindest stark beschädigt. Die beschädigten Einrichtungen und Gegenstände dienen in den meisten Fällen der Allgemeinheit, erleichtern das tägliche Leben im Dorf oder sind einfach nur schön anzusehen. Umso unverständlicher sind die Taten der Personen.
Die verursachten Schäden gehen jährlich allein in den Verbandsgemeinden in die Zehntausende Euro und müssen ausnahmslos zur Anzeige gebracht werden.
Straßenreinigung, Rückschnitt und Müllentsorgung
In jedem Jahr sind wir leider gezwungen auf die Straßenreinigungspflicht und den Rückschnitt von Gewächsen, Sträuchern und Bäumen aufmerksam zu machen. Straßenreinigung ist keine lästige Pflicht, mit der der Ortsbürgermeister die Anwohner gängelt. Straßenreinigung dient der Sicherheit aller Menschen im Dorf. Verstopfte Regenwassereinlaufschächte führen zu überschwemmten Straßen und Gehwegen und somit zur Gefährdung von Mensch und Material. Straßenreinigung spart erhebliche Kosten zur Reinigung der Regeneinlaufschächte.
Ich bitte alle Anlieger und Grundstückseigentümer mit Nachdruck um ein waches Auge und ggf. um den Rückschnitt an den Gewächsen und Sträuchern. Immer wieder verweigern die Fahrzeugführer der Entsorgungsunternehmen die Einfahrt in Straßen aufgrund der in den Verkehrsraum eingewachsenen Bäume und Gewächse. Die Müllgefäße bleiben dann ungeleert stehen. Auch mahnt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Kommunen bei Beeinträchtigung des sogenannten Lichtraumprofils in den Straßen durch Bäume und Sträucher.
Für jeglichen Müll und Unrat gibt es in Deutschland die Möglichkeit der ordnungsgemäßen Entsorgung. Trotzdem findet sich an den eingerichteten Plätzen zur Erholung im Dorf immer wieder Müll, der eigentlich in die dazu bereitgestellten Müllgefäße gehört oder an einer festgelegten Stelle abgegeben werden kann. Auch hier bitte ich um Mitnahme oder Abgabe des Unrates. Die Gemeindearbeiter werden es Ihnen danken und wir müssen keine kostenintensiven Müllentsorgungen veranlassen.
Im besonderen Fokus sind seit Jahren die Kleidersammelcontainer und die Glassammelcontainer „In der Mümmelbach“, gleich hinter dem Gasthof zum Siegtal. Immer wieder wird dort Hausmüll, voluminöser Glasmüll und sonstiger Abfall abgelegt. Ich bitte mit Nachdruck, diese Müllablagen zu unterlassen. Alles, was an Glas nicht in die Containeröffnung passt gehört auch nicht dort hinein. Geben Sie bitte Ihren Restmüll in die dafür vorgesehenen Gefäße und melden Sie bitte Ihren Sperrmüll beim AWB an. Die Entferung der illegalen Müllablagerungen kosten uns inzwischen mehrere Tausende EURO im Jahr.
Die mit der Kleidersammlung beauftragten Unternehmen beklagen zunehmend die Abgabe minderwertiger Altkleidungsstücke und sogenannter „fast fashion“ Bekleidung, die keine Verwertungsoptionen bietet, sondern in den Restmüll überführt werden muss. Erste Unternehmen aus diesem Bereich haben bereits Insolvenz angemeldet.
Klimawende und Klimaschutz
Wir beteiligen uns an den verschiedenen Initiativen des Landes und des Landkreises zum Klimaschutz und hier im speziellen an einer Energieerzeugergesellschaft für den Aufbau und den Betrieb regenerativer Energiequellen.
Die Landesregierung RLP hat sich zum Ziel gesetzt, ein klimaneutrales Rheinland-Pfalz in den Jahren 2035-2040 zu erreichen. Auch beim Kommunalen Klimapakt (KKP) sind wir dabei. Der KKP soll den Kommunen dabei helfen, ihre Klimaschutzziele zu erreichen und sich effektiv an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Mit Unterzeichnung der Beitrittserklärung bekennen sich die Kommunen zu den Klimaschutzzielen der Landesregierung und erhalten dazu gezielte, bedarfsorientierte und individuelle Beratung und Begleitung im Bereich Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Auch wird aktuell eine landesweite Förder- und Beratungsplattform aufgebaut, damit alle Förderprogramme (EU, Bund, Land) im Bereich Klimaschutz sowie zur Anpassung an die Klimawandelfolgen schnell und einfach zu finden sind.
Über die Verbandsgemeinde Hamm sind wir am Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) beteiligt. Über dieses Programm können Fördermittel für Maßnahmen und Klimaschutz und zur Klimawandelfolgeanpassung bereitgestellt werden.
Der Sommer ist in diesem Jahr bereits sehr früh mit sehr hohen Temperaturen bis 40° C gestartet. Vor allem ältere Menschen und Kleinkinder leiden unter den bisher nicht bekannten Werten. Wir werden im Dorf die geplanten Sitzgruppen mit Bäumen ergänzen oder um bereits bestehende Bäume herum aufbauen um Schattenbereiche im öffentlichen Raum einzurichten. Sollten sich die Temperaturen weiter auf sehr hohen Werten einpendeln, werden wir weitere Maßnahmen erarbeiten und umsetzen.
Achten Sie in Ihrem Umfeld vor allem auf ältere Menschen, bleiben Sie aufmerksam und helfen Sie, wann immer möglich.
Regionales Zukunftsprogramm RLP (RZN)
Die Landesregierung hat im Frühsommer 2025 mit dem Regionalen Zukunftsprogramm (RegionalZukunftNachhaltig – RZN) ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, das Kommunen gezielt bei der nachhaltigen Weiterentwicklung unterstützen soll.
Das Regionale Zukunftsprogramm zielt darauf ab, Regionen in ihren spezifischen Stärken zu fördern und gleichzeitig die Herausforderungen vor Ort anzupacken. Dies geschieht durch maßgeschneiderte Förderungen, die sowohl die städtebauliche als auch wirtschaftliche Entwicklung sowie den Klimaschutz, die Infrastruktur und den sozialen Zusammenhalt im Blick haben.
Die Ortsgemeinde Fürthen kann aus dem Programm verschiedene Projekte mit einer Summe von ca. 85.000 € realisieren. Dazu gehören u.a. die Renovierung und der Ausbau der Grillhütte am Bolzplatz in Opsen, die Einrichtung von Sitzgruppen und Pflanzung von Bäumen zum Sonnenschutz an ausgewählten Orten im Dorf und die Ertüchtigung des Rad- und Wanderwegenetzes, entlang der Sieg.
Vereinsleben im Dorf
Vereine sind die Schulen der Demokratie und der Kitt, der das Dorf zusammenhält. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in den Vereinen in Fürthen.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich das Engagement in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat. Waren Menschen in der Vergangenheit bereit sich ein Leben lang und über Generationen hinweg für einen bestimmten Verein zu begeistern, so ist festzustellen, dass sich Arbeiten in Vereinen zunehmend projektbezogen und oftmals zeitlich befristet gestaltet.
Fusionen von Vereinen mit gleicher Ausrichtung und gleichen Vereinszielen helfen, dem Vereinssterben entgegen zu wirken.
Unsere Vereine engagieren sich in den Bereichen Sport, Kultur, Naturschutz und den täglichen Dingen des Lebens und bringen sich in vielfältiger Weise für die Menschen im Dorf ein. Eine herausragende Aufgabe, die besondere Würdigung erfordert.
Zusammenfassung
Wie Sie sehen, hat sich trotz klammer Kassen im vergangenen Halbjahr wieder viel im Dorf getan. Wir sind nach wie vor bestrebt, Ihren Informationsbedarf über diesen Weg zu decken und hoffen damit die notwendige Transparenz in die Ratsarbeit zu bringen.
Bleibt mir noch, Ihnen und Ihren Lieben eine schöne Sommerzeit zu wünschen.