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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 33/2026
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Update zur Kommunalen Wärmeplanung

Hamm (Sieg). In der letzten Verbandsgemeinderatssitzung vor der Sommerpause wurde der Abschluss des Konzepts für eine Kommunale Wärmeplanung in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) von der Rhein-Sieg-Netz vorgestellt. Das Konzept war vor dem Hintergrund des Wärmeplanungsgesetz angeregt worden, welches am 01.01.2024 in Kraft getreten ist. Dieses soll dazu beitragen, die Wärmeversorgung in Deutschland ab 2045 klimaneutral zu gestalten. Die Konzepterstellung war Anfang letzten Jahres von der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) in Auftrag gegeben worden.


 

 

 

 

Die Datensammlung und -analyse durch die Rhein-Sieg-Netz hat dabei ergeben, dass es in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) nur wenig Potentiale für sogenannte Wärmenetze gibt, die größere Flächen zentral versorgen. Gründe dafür sind u.a. die zu geringe Besiedlungsdichte, die Installations- und Unterhaltungskosten (im Vergleich zu hoch) und fehlende Voraussetzungen im Privatbestand.

Die Bereiche im kommunalen Besitz, die noch nicht ausgeschlossen werden können (vor allem im Bereich des Schul- und Sportzentrums in Hamm (Sieg)), werden und sind Gegenstand von näheren Untersuchungen durch den neuen Energiemanager der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg), Tobias Hoffmann.

Unabhängig davon hat das Konzept bereits ergeben, dass das größte Potential für energetische Einsparungen in Hamm (Sieg) in privaten Sanierungen liegt (bspw. durch den Austausch von Heizungsanlagen). In diesem Zusammenhang wurde noch einmal darauf verwiesen, dass sich neben Pelletheizungen und anderen nachhaltigen Versorgungsmöglichkeiten für die allermeisten Standorte Wärmepumpen lohnen bzw. langfristig bezahlt machen.

Eine erfolgreiche kommunale Wärmeplanung bedingt in Hamm (Sieg) demnach eine hohe Eigenverantwortlichkeit, um die zukünftige Energieversorgung nachhaltiger – aber auch kostengünstiger – zu gestalten. Die Ergebnisse aus der Datenerhebung können öffentlich auf der Website der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) eingesehen werden. Um Missverständnissen vorzubeugen ist hier auch noch einmal herauszustellen: Bindend sind die Analysen für den privaten Rahmen nicht. Sie sollen lediglich eine Orientierung für Interessierte liefern – also ein freiwilliges Empfehlungsangebot für eine zukunftsgewandte Entwicklung der Anlagen und Gebäude einer Kommune. Für alle, die vor diesem Hintergrund eine Sanierung überdenken möchten, werden auf der Website der Verbandsgemeinde zusätzlich Anlaufstellen für unabhängige Energieberatungen hinterlegt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet unter anderem regelmäßig kostenlose Gespräche zum Thema Energieversorgung an und kann dabei helfen, sich einen Überblick über sinnvolle energetische Maßnahmen für den eigenen Haus und Hof zu verschaffen.

 

…einfach informiert: über die Kommunale Wärmeplanung (KWP)

Das Konzept für eine Kommunale Wärmeplanung wurde von der Rhein-Sieg-Netz für die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) wurde erstellt, um einen Fahrplan für eine verlässliche, kostengünstige und von fossilen Rohstoffen unabhängige Wärmeversorgung bis 2045 zu entwickeln, die allen Bürgerinnen und Bürgern der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) Orientierung und Planungssicherheit gibt. Die Auftragsvergabe für die Konzepterstellung war vor dem Hintergrund des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes für die Verbandsgemeinde bindend.

 

Mehr dazu auch hier: Kommunale Wärmeplanung Hamm (Sieg) |

https://www.hamm-sieg.de/de/leben-wohnen/bauen-umwelt/energiemanagement/

Passend zum Thema: Über Kommunales Energiemanagement (KEM)

 

 

 

  

Das kommunale Energiemanagement wird seit Juli 2026 in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) von Tobias Hoffmann übernommen, der bereits in seinem Studium Fachkenntnisse zu Nachhaltigkeit und Erneuerbaren Energien erworben hat.

Kommunales Energiemanagement (KEM) ist ein systematischer, kontinuierlicher Prozess zur Erfassung, Analyse und Optimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs kommunaler Liegenschaften und Anlagen. Ziel ist die Senkung von Energiekosten und vermeidbaren CO₂-Emissionen ohne Komforteinbußen – und damit die langfristige, nachhaltige Entlastung der kommunalen Haushalte bei gleichzeitigem Beitrag zum Klimaschutz.

KEM betrifft im Kern den Betrieb kommunaler Gebäude und Infrastruktur. In der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) meint das z.B.:

  • Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude, Sportstätten, Dorfgemeinschaftshäuser usw.
  • KulturHaus und Waldschwimmbad Thalhausermühle
  • technische Anlagen (Licht, Wärme, Kühlung), Gebäude-, Straßen- und Platzbeleuchtung
  • Wasserversorgung und Abwasser (Kläranlage Au (Sieg))