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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 33/2026
Kinder und Jugend
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Lebensmittel retten im Schulalltag: Wie eine gut gefüllte Brotdose Kinder stärkt und Abfälle vermeidet

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

 

Kinder brauchen Energie für den Schulalltag. Dennoch kommen Brotdosen häufig unangetastet zurück und Lebensmittel landen im Müll. Schon kleine Anpassungen bei der Auswahl und Gestaltung können die Akzeptanz erhöhen und Abfälle reduzieren.

Die Lebensmittelauswahl: das Vertraute siegt

Neues am besten erst zu Hause erproben, denn in einem herausfordernden Schulalltag bevorzugen Kinder lieber „Comfort Food“. Also Essen, das sie kennen und mögen.

Für Energie und Konzentration ist eine ausgewogene Mischung wichtig, die lange satt macht und Vitamine liefert. Beispielweise Vollkorncracker mit Frischkäse zum Dippen, dazu Gurken- und Karottensticks.

Lebensmittel ansprechend anrichten

Je nach Alter und Vorliebe bevorzugen Kinder, dass die einzelnen Lebensmittel sich nicht berühren. Gerade bei geruchs- und geschmacksintensiven Lebensmitteln ist das gut nachvollziehbar. Hier helfen Brotdosen mit mehreren Fächern.

Lebensmittel auszustechen sieht zwar hübsch aus, verursacht aber oft viel Abfall und ist deshalb nicht zu empfehlen.

Tipp: Ein Spritzer Zitronensaft über das aufgeschnittene Obst verhindert, dass die Oberfläche oxidiert und bräunlich wird. So sehen die Apfel- oder Birnenspalten länger frisch aus. Wenn die Schale der Banane beim Schneiden nicht entfernt wird, ist diese besser geschützt. Allerdings sollte die Banane dann mit Schale vorab gewaschen werden, denn Testergebnisse haben gezeigt, dass hier die Pestizidbelastung besonders hoch ist.

Gemeinsam über die Lieblingssnacks sprechen

Bei einem vollen Schullalltag vergessen Kinder manchmal zu essen oder haben keine Zeit. Eine kleine Erinnerung kann helfen, auf den eigenen Hunger zu achten und die Brotdose nicht zu vergessen. Hier kann auch die Unterstützung der Lehrkräfte gefragt sein.

Es lohnt sich nachzufragen

Wenn wieder die volle Brotdose mit nach Hause kommt, am besten bei dem Kind nachfragen: Liegt es daran, dass keine Zeit war? War es zu viel Essen? Oder haben sich die Vorlieben verändert? Gemeinsam kann dann überlegt werden, was in die Brotdose gehört, damit das Kind auch wirklich Lust hat zu essen.

Sollte doch etwas übrigbleiben, können die Lebensmittel im besten Fall auch noch als Nachmittagssnack serviert werden. Vor allem härtere, nicht schnell verderbliche Lebensmittel, wie Apfel, Cracker und Co. bleiben länger frisch.