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Mitteilungsblatt Hamm (Sieg)
Ausgabe 4/2026
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Gemeindeschwester plus Anette im August beim organisierten Kaffee.

Die Gemeindeschwester plus, Anette Link, blickt zurück

Seit ziemlich genau einem Jahr gibt es in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) eine weitere helfende Hand mit wichtigem Aufgabenfeld: Anette Link – oder eben „Schwester Anette“ – ist im Rahmen des Landesprogramms „Gemeindeschwester plus“ für die VG Hamm (Sieg) tätig. Dabei unterstützt sie auf vielfältige Weise Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren, die noch keine Pflege brauchen, aber gerne unterstützt und beraten werden möchten.

Der Aufgabenbereich der Schwester erstreckt sich über das Organisieren eines warmen Mittagstischs bis hin zum Herstellen von neuen Kontakten und Informationen rund um die möglichst langfristige Erhaltung eines eigenständigen und selbstbestimmten Lebens und Wohnens (wie etwa die Einrichtung eines Hausnotrufs).

Mit ihren Kompetenzen und vergangenen Berufserfahrungen ist Anette Link bestens für den Job gewappnet und folgt als Gemeindeschwester plus weiter ihrer Berufung: „Ich war immer mit Herz und Seele Krankenschwester“, erklärte sie schon zu Beginn ihrer neuen Tätigkeit Mitte Januar 2025. „Von daher ist es ein absoluter Traumjob gegen Ende des Berufslebens, mit dem ich Menschen weiterhin helfen kann.“

Schwester Anette hat 2025 viele Kontakte geknüpft und Bedarfe identifizieren können

In den vergangenen Monaten hat sie neben zahlreichen präventiven Hausbesuchen daher auch immer wieder Möglichkeiten wahrgenommen, das neue Angebot sichtbarer zu machen: So organisierte sie zum Beispiel zusammen mit den Wohngemeinschaften der Seniorenresidenz in Hamm (Sieg) einen geselligen Nachmittag und stellte sich bei verschiedenen Institutionen der Verbandsgemeinde vor (Evangelisches Kirchencafé, Seniorenkaffee Bruchertseifen, Lotsenpunkt, Teehaus, Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei!“ usw.).

Häufig gehe darum, einen „Brückenschlag“ zu leisten und ältere Menschen durch ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche zu erreichen. „Zwar gibt es viele Angebote, um bspw. Mobilitätseinschränkungen und Einsamkeit entgegenzuwirken“, erklärt Anette Link. „Aber um überhaupt erst Zugang zu den Angeboten zu finden, bedeutet in der Regel, eine Hürde zu überwinden.“ Die Gemeindeschwester plus hilft mit ihren Kontakten und Kenntnissen dabei, diese Hürde zu meistern.

Ausblick auf 2026

Für 2026 hat sich Schwester Anette neben ihren regulären Aufgaben schon einige weitere Ziele gesteckt, etwa in Kooperation mit der Ehrenamtskoordinatorin der Verbandsgemeinde und auch die Auslotung von Möglichkeiten für ein generationenübergreifendes Projekt.

„Da, wo ich kann, setzte ich mich ein“, sagt sie. „Menschen zu unterstützen, erfüllt mich einfach. Und besonders schön dabei ist, die Freude zu sehen. Und die Dankbarkeit, die ich als Gemeindeschwester plus immer wieder im Rahmen von Hausbesuchen oder klärenden Telefonaten erfahre, ist die schönste Rückmeldung für mich.“

Die Gemeindeschwester plus direkt kontaktieren

Schwester Anette Link ist unter der Mobilnummer 0160-96286761 zu erreichen. Dabei ist sie mittwochs zwischen 8 und 12 Uhr fest erreichbar. Außerdem haben Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren (ohne Pflegegrad) oder Angehörige die Möglichkeit, sich mit ihrem Anliegen an die Mail-Adresse anette.link@hamm-sieg.de zu wenden.

Zu den Hintergründen der Rückkehr der „Gemeindeschwester“

Vor allem zu DDR-Zeiten war die „Gemeindeschwester“ in den ostdeutschen Bundesländern ebenfalls ein Begriff. Sie nahm eine ähnliche Funktion wahr wie heute: In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz laufen Modellprojekte unter den Namen „Schwester Agnes“, „Mobile Praxisassistentin“ oder eben „Gemeindeschwester plus“. Das „plus“ in der rheinland-pfälzischen Bezeichnung ist übrigens als Abgrenzung zu der Gemeindeschwester gedacht, wie sie früher bekannt war. Mit der Einstellung von Schwester Anette ist die Verbandsgemeinde Hamm 2025 der „Schwesternschaft“ beigetreten.