Die Jeckinnen des Rathauses
Schnipp, schnapp, der Schlips muss ab.
Erfolgreich gestürmt! - Bürgermeister und Büroleiter schließen sich den Jeckinnen an.
Grün-weiß bei rot-weiß heißt: Die KG Pracht ist da! - Die Fidelen Küken überzeugten wieder einmal mit ihrem Auftritt auf engstem Raum.
Am 12. Februar blieb auch das Hämmscher Rathaus nicht vor dem Karneval sicher. Unter dem diesjährigen Motto der Belegschaft – „Rut-Wiess“ – tummelten sich zahlreiche Möhnen in den Heimatfarben der kölschen Karnevals-Hochburg im Rathaus. In Vorbereitung des feierlichen Anlasses durfte natürlich auch passende Deko nicht fehlen, sodass die Flure mit Luftschlangen, Ballons und Lichtern in neuem Glanz erstrahlten.
Die Kinder der kath. Kita St. Joseph, die die Jeckinnen zuletzt im vergangenen Jahr mit einem Tanz angefeuert hatten, mussten dieses Mal leider krankheitsbedingt absagen, wünschten jedoch „dreimol von Hätze: Hämmscher – Wind!“.
Durch die stürmische Parole und karnevalistische Hymnen bestärkt, eroberten die Frauen des Rathauses um 11.11 Uhr im Nu das Büro des Bürgermeisters, um Dietmar Henrich um die Krawatte zu erleichtern und den Rathausschlüssel zu konfiszieren. Sodann wurden Bürgermeister und Büroleiter traditionsentsprechend neu eingekleidet. Mit Accessoires in Übergröße ausgestattet, war es Zeit, mit Schlapphut und bester Sicht durch Riesenbrillen über sich hinauszuwachsen und sich unters rut-wiesse Volk zu mischen.
Um die jecken Frauen zur erfolgreichen Übernahme der Verwaltung und zur „Machtniederlegung“ der Herren zu beglückwünschen, trafen kurz darauf die Fidelen Küken der KG Pracht mit Entourage ein. Als Anerkennung für das geglückte Narrenfest verlieh KG-Geschäftsführerin Britta Kleine der Organisatorin des Rathaussturms, Claudia Stock, den diesjährigen Orden der KG Pracht.
Auf engstem Raum stellten die Fidelen Küken außerdem unter Beweis, dass auch die Jüngsten der KG Pracht schon kleine Profis sind. Unter französischem Motto bezauberten ihre Choreografien zu „Küssen verboten“ und „Baguette“ das Publikum.
„Tanzen ohne Bühne, ganz schlicht im Treppenhaus, eine solche Leistung verdient ´nen Sonderapplaus“, stellte auch der Bürgermeister im Rahmen seiner kurzen „Büttenrede“ fest. Vor allen Versammelten gab er seine Kapitulation bekannt und wünschte eine ausgelassene fünfte Jahreszeit „mit guter Laune, bunten Kostümen, Musik und Tanz“.