v.r.n.l. Vorsitzender Treffpunkt Wissen Thomas Kölschbach, Bürgermeister Berno Neuhoff, Inhaberin Mode.Werk Iris Bähner, IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting, Wirtschaftsförderer Markus Rödder
Seit Januar 2026 setzt die IHK Koblenz mit der Kampagne „Bürokratie bremst“ ein deutliches Zeichen und macht auf die Herausforderungen aufmerksam, die Unternehmen durch übermäßige Vorschriften, langwierige Verfahren und unnötige Berichtspflichten erleben. Diese bürokratischen Hürden kosten nicht nur wertvolle Zeit, sondern verzögern wichtige Entscheidungen und nehmen den Unternehmen den Raum, sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren.
Oftmals scheint es nur ein kleines Formular oder eine unklare Regel zu sein, doch was auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann sich schnell zu einem „Bürokratie-Monster“ entwickeln. Dieses Monster belastet den Arbeitsalltag und hindert Unternehmen daran, effizient und flexibel zu arbeiten. Mit der Kampagne „Bürokratie bremst“ möchte die IHK Koblenz nun auf diese Problematik aufmerksam machen und eine breite Diskussion anstoßen.
Im Rahmen der Kampagne lud die IHK Altenkirchen zu einem Pressegespräch in das Mode.Werk nach Wissen ein. Zusammen mit der Wissener Werbegemeinschaft „Treffpunkt Wissen“ sowie Vertretern der Stadt- und Verbandsgemeindeverwaltung Wissen fand ein konstruktiver Austausch statt. Die Gastgeberin Iris Bähner, Inhaberin des Mode.Werks, hieß die Gäste herzlich willkommen und präsentierte ihren Store für Damenmode, Accessoires und Dekoartikel, der sich seit letzten Monat an einem neuen Standort befindet.
Im Gespräch wurde deutlich, dass nicht nur auf die bürokratischen Belastungen hingewiesen werden soll, sondern auch konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet und gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern an einer Entlastung der Unternehmen gearbeitet wird. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, Arno Rössel, wird in den kommenden Wochen diese Themen mit den Vertretern des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz weiter diskutieren.
Bürgermeister Berno Neuhoff, der als Stadtchef einen lebendigen Einzelhandel als wichtige Säule sieht, verweist auf die starke Internetkonkurrenz, die nicht den gleichen Hürden ausgesetzt sei wie die Geschäfte vor Ort. Für den Innenstadtbereich will er vereinfachte Verfahren. „Die Kreisverwaltung hat signalisiert, dass sie Bauanträge gemeinsam mit den Kommunen digitalisieren will“, nannte der Stadtchef ein Beispiel. Den Innenstadtbereich sieht er als originäre Sache der Stadt: „Wir haben einen geschlossenen Innenstadtbereich, hier müssen die Gesetze angepasst werden, dann fallen auch teilweise Anträge für Bau- und Werbeanlagen weg.“
Kristina Kutting indes ist die Nachhaltigkeit der Kampagne wichtig. „Wir haben in allen vier Bezirken der IHK Koblenz eine Reihe von Vorschlägen seitens der Unternehmen gesammelt, und unser Hauptgeschäftsführer Arne Rössel wird mit diesen Vorschlägen auch bei der neuen Landesregierung vorstellig werden. Im Herbst werden wir dann ein erneutes Gespräch mit den Landtagsabgeordneten führen und schauen, inwieweit Maßnahmen auf den Weg gebracht werden.“
Weitere Informationen zur Kampagne finden sich auf der Website www.buerokratie-bremst.de.