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Ausgabe 13/2026
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Besonderer Abend in Wissen: Kirche in der Siegstadt wurde „neu eingesegnet“

Zu Beginn der Messe segnete Pastor Kürten die gesamte Kirche neu ein.

Pastor Marcus Tesch von der evangelischen Kirchengemeinde Wissen freute sich ebenfalls über die gelungene Restaurierung der katholischen Kirche "Kreuzerhöhung"

Der Projektchor unter Leitung von Andreas Aul mit Musikerinnen und Musikern der Bergkapelle "Vereinigung" bereicherte den festlichen Gottesdienst.

Der restaurierte Altarraum mit neuem Altar. Der ehemalige Hochaltar konnte nach dem Brand nicht mehr wiederhergestellt werden.

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Zu einem feierlichen Gottesdienst hatten die Verantwortlichen um Pfarrer Martin Kürten für Donnerstag (19. März) eingeladen. Dieser Gottesdienst soll, so Kürten im Vorfeld, in erster Linie ein Dank an alle sein, die sich als Feuerwehrleute im Einsatz und als Handwerker bei der Sanierung engagierten. Die Spannung, die bei vielen vorhanden war, konnte man fast mit Händen greifen. „Ein „historischer Tag für die Stadt Wissen. Nach dem zweiten Brand der Geschichte strahlt der Mittelpunkt wieder“, so Bürgermeister Berno Neuhoff. Dieses Gefühl trifft sicher auf viele Besucherinnen und Besucher zu, die diesem Tag „entgegengefiebert“ haben.

Großer Andrang zur Messe

Die Kirche füllte sich schnell mit rund 400 Gottesdienstbesucherinnen und Besuchern. Darunter eine große Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wissen, ebenfalls Wehrleiter Stefan Deipenbrock.

Den Einzug der Geistlichkeit gestalteten die vertretenen Schützenbruderschaften aus dem Stadtteil Schönstein und der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen sowie der Schützenverein Wissen, die Karnevalsgesellschaft und die Kolpingfamilie jeweils mit ihren Fahnen. Es war deutlich zu spüren, dass die Neueinsegnung des Gotteshauses bei Pfarrer Kürten wie eine Befreiung wirkte. Die lange Zeit des Wartens und oft auch des Bangens war vorbei. Die feierliche Messe wurde durch einen Projektchor, geleitet von Andreas Auel sowie Musikern und Musikerinnen der Bergkapelle „Vereinigung“ Birken-Honigsessen musikalisch begleitet.

 

 

Tag für die Messe mit Bedacht gewählt

Kürten ging in seiner Predigt darauf ein, dass dieser Tag (19. März) für die Kirche kein „Werktag“ sei. Vielmehr sei es ein Hochfest zu Ehren des Hl. Josef, der als Schutzpatron des Handwerks und der Kirche verehrt wird. Damit, so Kürten weiter, drücken wir unseren Dank an die vielen Handwerkerinnen und Handwerker aus, ohne die eine solche Mammutaufgabe nicht lösbar wäre. Wie der Hl. Josef, über den es in den Schriften nur wenig zu lesen gibt, handelten die Handwerker hier mehr im „Hintergrund“,damit wir alle den Vordergrund wieder sehen können.

Über Josef, den Zimmermann und Nährvater Jesu, wissen wir wenig. Das Neue Testament erwähnt seinen Namen 15-mal - nur in den Kindheitserzählungen der Evangelisten Matthäus und Lukas tritt er aktiv in Erscheinung - dabei ist kein einziges Wort aus seinem Mund überliefert. Nach dem 12. Lebensjahr Jesu verliert sich seine Spur. Josef erhält von den Evangelisten eine Nebenrolle zugewiesen; er steht ganz im Schatten Jesu und seiner Mutter Maria. Auf Weihnachtsdarstellungen ist er im buchstäblichen Sinn eine Randfigur. Entsprechend spät setzt seine Verehrung ein. Ein eigenes liturgisches Fest bekommt er erst im Mittelalter.

Nicht weniger wichtig sind die, die mit ihrer Hände Arbeit und oft viel vergossenem Schweiß für uns im kleinen Dinge wieder richten oder, wie hier in der Kirche geschehen, im größeren Rahmen. Der Dank gilt allen, die, angefangen bei den Einsatzmaßnahmen, bis zum jetzigen Zeitpunkt viel geleistet haben. Die größte Freude gibt es den Verantwortlichen, dass Ostern und die erste hl. Kommunion wieder in der Kirche gefeiert werden können. Die große Orgel wird dann im Oktober wieder erklingen. Auch hierzu laufen, „hinter den Kulissen“ die Vorbereitungen. Der Termin soll das Erntedankfest (4. Oktober) sein. Im Anschluss an die Messe gab es auf dem Kirchplatz noch einen Imbiss und die Gelegenheit zum Gedankenaustausch.