Traditionell eröffnen die Jugend und das Kids-Orchester das Konzert.
Bürgermeister Neuhoff überreicht als Geschenk zum Jubiläum Noten an den musikalischen Leiter Christoph Becker.
So gut besucht war das Kulturwerk selten.
Würdigung von 125 Jahren Stadt- und Feuerwehrkapelle durch Berno Neuhoff: "..engagierte Arbeit, die immer auch auf die Einbindung junger Menschen abzielte. Motor des Erfolgs und ein Stück Wissener Identität."
Für den Palmsonntag (29. März) steht das traditionelle Frühjahrskonzert der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen im Terminplan zahlreicher Besucher. Die Musikerinnen und Musiker fieberten dem Konzert förmlich entgegen. Dieses grandiose Konzert war der Auftakt in das 125-jährige Jubiläum.
Die Beliebtheit und der Bekanntheitsgrad der Stadt- und Feuerwehrkapelle zeigte sich auch in der Liste politischen Vertreter. Neben dem Verbandsgemeinde- und Stadtbürgermeister Berno Neuhoff, waren auch Landrat Dr. Peter Enders und der erste Beigeordnete des Kreises Tobias Gerhardus unter den Gästen. Ebenso war der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Reuber, der auch Vorsitzender des Kreismusikverbandes ist, in das Kulturwerk gekommen. Nicht fehlen durfte der Ehrenbürger Wissens, Ulrich Brucherseifer mit Familie. Die Geistlichkeit wurde durch Pfarrer Tesch und Pastor Martin Kürten vertreten. Aus den Reihen der Feuerwehren waren die ehemaligen Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteure, die zu ihrer Zeit noch Kreisfeuerwehrinspekteure hießen, Eckard Müller, Dietmar Urrigshard und Ralf Schwarzbach, sowie der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Frank Hachemer anwesend. Der Kreisfeuerwehrverband Altenkirchen wurde durch den Vorsitzenden Volker Hain vertreten.
Alexandra Reifenrath, die Vorsitzende der Stadt- und Feuerwehrkapelle, begrüßte die Gäste und ging kurz auf die Historie ein. Sie ging darauf ein, dass die vergangenen 125 Jahre nicht immer einfach waren, sich aber immer wieder Mutige fanden, die trotz vieler Widrigkeiten „die Fahne“ der Musik hochhielten. „Ohne die mutigen Männer aus unserer Vergangenheit ständen wir heute nicht da, wo wir jetzt sind“, so Reifenrath.
Der Auftakt zum Konzert wurde traditionsgemäß durch das Jugendblasorchester gestaltet. Das Musikstück „The Best of James Bond“ dem der „Irish Dream“ folgte eröffnete den Reigen von bekannten Musikstücken. Im Anschluss konnte sich das „Kids-Orchester“ mit der Melodie „Supercalifragilisticexpialidocious“ aus dem bekannten Film Mary Poppins präsentieren und begeisterte das Publikum. Die jungen Musikerinnen und Musiker erhielten den verdienten Applaus des Publikums.
Laudatio auf eine Institution der Stadt
In seiner Laudatio brachte Bürgermeister Berno Neuhoff zum Ausdruck, dass es heute zunehmend schwieriger wird, ein solches Orchester zu führen. Für die Bereitschaft und ihr Engagement verdiene die Vorstandsriege einen großen Dank. „Ihr seid ein „Aushängeschild“ und ein „musikalisches Wappen“ unserer Stadt. Wie wichtig das Orchester für den Zusammenhalt, den ihr ja auch lebt, ist, seht ihr an dem vollbesetzten Kulturwerk.“ Für die Feuerwehr der VG Wissen, zu der die Kapelle als Löschzug 4 gehört, überreichte der Wehrleiter einen „Notfallrucksack“.
Das Orchester, zu dem mehr als 50 Musikerinnen und Musiker gehören, zeigte, wie breit gefächert das Repertoire eines Blasorchesters sein kann. Durch das Programm führte Luisa Fischer. Mit ihrer unnachahmlichen, charmanten und humorvollen Art brachte Luisa Fischer auch in diesem Jahr vieles mit Bildern aus den Archiven wieder in Erinnerung. Das Konzert begann mit dem Titel „Lockstedter Jägermarsch“, dem der Titel „Wiener Frauen“ folgte. Nach „Buglers Holiday“, bei dem die Trompeten gefordert sind, stand „Heinzelmännchens Wachparade“ auf dem Programm. Die Geschichte zu den „Wichteln“, die in Köln zu Hause waren, erzählte Pfarrer Martin Kürten. Bei dem Musikstück „Trinklied“ aus der Feder von Giuseppe Verdi wurden die Musikerinnen und Musiker von Max An (Tenor) und Elena So (Sopran) unterstützt. Nach dem „Festmarsch“ ging es in eine kurze Pause.
Der Zweite Teil des faszinierenden Konzertes begann mit „Grand Salute“ dem die „80erKult (Tour)“ folgte. Über die „Zeitenwende“ ging es dann zu dem Titel „Barcelona“, bei dem das Orchester von Evgeniia Smirnova am Klavier unterstützt wurde. „Phil Collins“ und „The Stars and Stripes forever“ bildeten den Abschluss des Konzertes, das natürlich nicht ohne Zugabe zu Ende ging. Zum Abschied gab es stehenden Applaus für die Aktiven. Im Anschluss an das Konzert überreichte Bürgermeister Neuhoff als Geschenk zum Jubiläum die Noten für „Promesa“ an den musikalischen Leiter Christoph Becker. (kkö)