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Ausgabe 15/2026
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Verbandsgemeinde vergibt Planungsleistungen für zentrale Sportanlage

Die Modernisierung der zentralen Sportanlage rückt näher. Hier beim Ortstermin v. l. Kämmerer Christoph Schmidt, Bürgermeister Berno Neuhoff, Thomas Nauroth, Vorsitzender des VfB Wissen, Peter Schwan, zweiter VfB-Geschäftsführer

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Verbandsgemeinde vergibt Planungsleistungen für zentrale Sportanlage

Ein Grund für die freudige Nachricht war die Bewilligung eines Zuschusses seitens des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 918.000 Euro, dessen Bescheid Mitte März in der Wissener Verwaltung einging: „Wir biegen auf die Zielgerade ein und dazu ist die Förderung ein ganz wichtiger Baustein“, sagte Bürgermeister Berno Neuhoff, der die Bedeutung der zentralen Sportstätte für die vielen Nutzer hervorhob.

Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, dann kann man erkennen, dass die Modernisierung der zentralen Sportanlage bereits seit 2015 auf der Agenda steht, denn damals hatte der VfB Wissen gemeinsam mit dem Kopernikus-Gymnasium und der Realschule plus an die Verbandsgemeinde den Antrag auf Umwandlung des zuletzt 1986 sanierten Hartplatzes in ein Kunstrasenspielfeld und der Laufbahn in eine Tartanoberfläche gestellt. Im Jahre 2020 tat sich dann Entscheidendes, denn das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) in Trier wurde von der VG Wissen beauftragt, einen Sportstättenentwicklungsplan für die Verbandsgemeinde zu erstellen. Sämtliche Sportstätten in der Verbandsgemeinde wurden unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Voraussetzungen für einen Antrag waren gegeben. Es folgten Beratungen im Verbandsgemeinderat, im Kreis und an vielen anderen Stellen. Das Ergebnis der Planungen kann sich sehen lassen: Sieht man sich die Grafiken an, dann wird Wissen bald über eine ebenso attraktive wie leistungsfähige Sportanlage mit modernsten Standards verfügen, Attribute, die die vielen Benutzer freuen dürften.

Insgesamt sechs Schulen, darunter die Grundschule, aber auch Bildungsstätten des Kreises, wie das Kopernikus-Gymnasium und die Realschule Plus nutzen die sportlichen Möglichkeiten in und um das Dr. Grosse-Sieg-Stadion in Wissen. Auch viele Vereine und Vereinigungen wie etwa Herzsportgruppen, der Lauftreff und viele mehr absolvieren hier große Teile ihrer sportlichen Tätigkeiten.

„Wir haben im Jahr 3.000 Nutzungsstunden“, stellt Thomas Nauroth den zeitlichen Umfang der Frequentierung dar. Diese allerdings kommt nicht zuletzt durch veraltete und nicht mehr zeitgemäße Bedingungen an ihre Grenzen. Insbesondere die Laufbahn um den Rasenplatz im Stadion mitsamt den beiden halbrunden Elementen hinter den Toren bedarf der dringenden Erneuerung.

Ein weiterer Baustein ist der Hartplatz hinter dem Vereinsheim, der kaum noch modernes Training ermöglicht. Das Ergebnis ist mangelnde Attraktivität, die unter anderem dazu führt, dass Sportbegeisterte abwandern: „Auf Hartplatz will heutzutage keiner mehr trainieren, weder die Jugend noch die Senioren und im Winter steht das Wasser der F-Jugend beinahe bis zur Brust“, bringt Peter Schwan entscheidende Nachteile auf den Punkt und Bürgermeister Berno Neuhoff fügt an: „Für den modernen Spielbetrieb braucht man Kunstrasen“.

Dass dies jetzt möglich werden kann, dafür sprechen viele Faktoren, denn neben dem Landeszuschuss will auch der VfB zum Gelingen mit 150.000 Euro Geld und weiteren 50.000 Euro in Arbeitsleistung beitragen, was Bürgermeister Berno Neuhoff mit den Worten lobte: „Ich finde das beeindruckend“. Aber auch die Kommune tut das ihre, denn die Verbandsgemeinde Wissen trägt ihren Anteil mit 924.000 Euro, wovon allerdings 100.000 Euro an Spenden erbracht werden müssen.

„Das ist die Bedingung, damit die Kommunalaufsicht der Planung zustimmt“, so Berno Neuhoff, der sich optimistisch zeigt, dass das Projekt mit Engagement und Tatkraft seitens aller Interessenten verwirklicht werden kann. So will er selbst unter anderem zeitnah mit den Schulen Konzepte zur Spendengenerierung entwerfen: bereits in der Vergangenheit hatte ein Sponsorenlauf der Bildungsstätten zur Errichtung eines Basketballfeldes beigetragen, ebenso wie Zuwendungen der Else-Schütz-Stiftung.

Auch der VfB will weitere Hebel in Bewegung setzen. Eine eigens eingerichtete Abteilung soll attraktive Angebote schaffen. Angedacht ist beispielsweise die Übernahme von Patenschaften durch den Verkauf von Rasenparzellen auf dem neuen Spielfeld. In diesem Zusammenhang loben auch Thomas Nauroth und Peter Schwan die Nachfahren des ehemaligen Generalsekretärs der Wissener Hüttenwerke, Karl Grosse, dessen Engagement für den Sport sich noch heute im Namen des Stadions wiederfindet: „Die Familie ist den Wissenern nach wie vor wohlgesonnen“, so Peter Schwan. Demzufolge wird sich auch das Heim des VfB demnächst einer Art Taufe erfreuen können: „Es wird in Zukunft Dr. Grosse-Clubheim heißen“, kündigt Thomas Nauroth an.

Darüber würde sich der im Jahre 1963 verstorbene Karl Grosse sicherlich freuen, aber vielleicht noch mehr über die Modernisierung der Sportstätte, für die die Ampel (beinahe) auf grün steht. „Wenn alles klappt, können wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen“, sagte Berno Neuhoff zum Schluss. Dann würde ein lang ersehntes Projekt in die Startphase gehen, nicht nur zur Freude des VfB-Wissen, sondern für viele, die diese Sportstätte nutzen.